+++ Hier finden Sie besinnliche Texte oder die Predigt vom letzten Sonntag zum Nachlesen. +++
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Zum Erntedankgottesdienst kamen sehr viele Gläubige in die schöne Dreieinigkeitskirche nach Neustadt am Kulm. Pfarrer Klausfelder freute sich sichtlich darüber. Es war aber auch ein sehr vielfältiges Gottesdienstprogramm vorbereitet worden. Nicht nur, dass die Predigt in Form eines Anspiels aus den Reihen des Kindergottesdienstteams eingeleitet wurde und so Kinder- und Familiengerecht ausgestaltet wurde. Es waren sehr viele Mitwirkende gekommen und gaben dem Gottesdienst Festcharakter. So begannen die Kleinsten aus der „Musikarche“ unter der Leitung von Christine Pühl ein Ständchen mit dem Lied „Die Erde ist voll bunter Leckereien.“ Sie nahmen auch die Aussage des Anspieles auf und versuchten die geernteten Früchte an ihrem Duft zu erkennen.

Auch die Konfirmanden, die wegen Corona, aus zwei Jahrgängen zu einer Gruppe zusammengefasst wurden, stellten sich vor und erhielten vom Kindergottesdienstteam ein Duftsträußchen als Sinnbild, Gott zu suchen, und ein gerahmtes Gruppenbild aus den Händen von Pfarrer Klausfelder.

Christine und Werner Rupprecht

Am Sonntag wurde Manuela Brand, Chorleiterin in Neustadt am Kulm, verabschiedet. Viele Chormitglieder verstärkten den „Chor“ der Gemeindeglieder.

Neustadt am Kulm. (rpp) Am Sonntag sprach Pfarrer Hartmut Klausfelder in seiner Predigt über Epheser 2,4-10. Er verdeutlichte, dass der Glaube und die Gnade, sowie die Liebe Gottes sich im täglichen Leben eines Christen auswirkt. „Dabei tut jeder die Werke, die ihm oder ihr gut liegen.“, betonte der Geistliche. „Die eine putzt die Kirche, der andere trägt Gemeindebriefe aus, wieder eine andere leitet den Kirchenchor, singt oder bläst Trompete, usw.“.

Pfarrer Klausfelder nahm dabei die Tätigkeit von Manuela Brand auf, die seit 2016 den Kirchenchor in Neustadt am Kulm leitete und nun, wegen eines Umzugs nach Weiden, ihr Amt niederlegt. Als Chorleiterin wurde sie bei den Proben und Auftritten tatkräftig von Christine Pühl am Klavier unterstützt. In seiner Laudatio lobte Klausfelder, dass Manuela Brand mit viel Geduld und Liebe zur Genauigkeit neue und altbewährte geistliche Lieder einstudierte. Es gelang ihr mit dieser Mischung aus örtlicher Kirchentradition und der Einladung zu neuen Ausdrucksmöglichkeiten die Sänger/innen zu begeistern. Den Chor führte sie als Projektchor, der sich also gezielt zur Vorbereitung verschiedener Auftritte bei Festgottesdiensten, den Sommerserenaden in der Kirchengemeinde oder auch zum „Abend der Chöre“ in der Kulmregion traf und sich mit beachtlicher Qualität in die Herzen der Zuhörer sang.

Christine und Werner Rupprecht

43Am nächsten Tag wollte Jesus nach Galiläa aufbrechen. Da traf er Philippus. Jesus sagt zu ihm: »Folge mir!« 44Philippus kam aus Betsaida, das ist die Stadt, aus der auch Andreas und Petrus stammten. 45Philippus sucht Natanael auf und sagt zu ihm: »Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz geschrieben hat und den die Propheten angekündigt haben. Es ist Jesus, der Sohn Josefs. Er kommt aus Nazaret.« 46Da fragte ihn Natanael: »Kann aus Nazaret etwas Gutes kommen?« Philippus antwortete: »Komm und sieh selbst!« 47Als Jesus Natanael zu sich kommen sah, sagte er über ihn: »Das ist ein wahrer Israelit: ein durch und durch aufrichtiger Mann!« 48Da fragte ihn Natanael: »Woher kennst du mich?« Jesus antwortete: »Noch bevor Philippus dich rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen.« 49Natanael erwiderte: »Rabbi, du bist der Sohn Gottes. Du bist der König Israels!« 50Jesus antwortete: »Glaubst du das, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum gesehen habe? Du wirst noch viel größere Dinge zu sehen bekommen!« 51Und er sagte zu ihm: »Amen, amen, das sage ich euch: Ihr werdet den Himmel offen sehen. Und die Engel Gotteswerden vom Menschensohn zum Himmel hinaufsteigen und von dort wieder zu ihm herabsteigen!« (Johannes 1,43-51)

Liebe Gemeinde! Ich habe den Wirbenzer und Immenreuther Kir-chenvorständen in unserer letzten Sitzung eine „Panorama-Predigt“ versprochen. Dieses Verspre-chen möchte ich heute einlösen. Außerdem liegt natürlich nahe, an der Burgruine Waldeck mit ih-rem herrlichen Rundumblick das „Panorama“ zum Predigtthema zu machen.

Dazu ist es natürlich hilfreich, wenn man sich als erstes überlegt: Was bedeutet denn eigentlich der Begriff „Panorama“? Panorama leitet sich aus zwei altgriechischen Wörtern her:

Pan = alles

horan = sehen

panhorao = Ich sehe alles.

Auf den ersten Blick lässt sich dieser Begriff gut mit unserem gängigen Gottesbild in Beziehung setzen: Gott hört alles und sieht alles. Wir glauben an einen Gott, der sozusagen das „Absolute Panorama“ hat. Nichts bleibt ihm verborgen. Viele von Ihnen kennen diese Gottesvorstellung natürlich aus pädagogisch-erzieherischen Zusammenhängen. Wie oft ist Kindern früher und manchmal auch noch heute gedroht worden, wenn sie etwas ausgefressen hatten und nicht zugeben wollten: „Pass auf! Der liebe Gott sieht alles!“ Mit solchen Mahnungen hatten die strengen Eltern von der Sache her zweifellos recht. Du kannst Gott nicht davonlaufen und vor ihm auch nichts verheimlichen. Ich bin auch sicher, dass sich Gott nicht gerade darüber freut, was oft im Verborgenen oder hinter verschlossenen Türen von uns Menschen getrieben wird. Umgekehrt frage ich mich aber, ob Gott über manche Streiche unserer Kin-der, nicht eher herzhaft gelacht hat, als sie empört zu bestrafen, auch, wenn manche gestrenge Eltern sich das gerne so vorstellen.

Das wäre das eine, liebe Gemeinde, was zum Begriff „Panorama“ zu sagen wäre: Die altbekannte Vorstellung des allsehenden allgegenwärtigen Gottes, eines Gottes der weiter sieht als wir, weil er eben den absoluten Weitblick hat. Ich möchte den Begriff Panorama heute aber auch auf uns und unseren Glauben übertragen und zwar mit folgendem Leitsatz: „Glauben heißt – das Leben in der Gesamtansicht genießen, im vollen Panorama genießen“. Ich bin der festen Überzeugung: Wenn wir den Glauben wirklich ernst nehmen, dann bekommen wir einen weiteren Blick, dann haben wir mehr Pa-norama als vorher. Wer glaubt, der sieht mehr. Wer glaubt, der erkennt vor allem die Zusammen-hänge.

Ich möchte Ihnen das gerne an praktischen zwei Beispielen aus unserem Leben zeigen: Wenn ich fragen würde: Welches sind die wichtigsten Bestandteile, die ein gelingendes Leben, ein erfülltes Leben ausmachen? Wann kannst du dein Leben als „erfüllt“ betrachten? Was würden Sie sagen? Ich gehe einmal auf zwei Dinge für ein erfülltes Leben etwas genauer ein:

1. Als erstes müssen wir da über das Geld reden. Alles andere wäre scheinheilig und verlogen. Wer ist nicht der Ansicht, dass zum erfüllten Leben genügend Geld gehört. Und Recht hat jeder, wenn er so denkt. Wer möchte sich nicht auch einmal etwas leisten können, sich und seiner Familie einen kleinen oder größeren Wunsch erfüllen, endlich ein größeres Auto, ei-ne neue Küche oder den heiß ersehnten Urlaub auf Kreta und und und. Das ist doch auch Leben, oder? Umgekehrt habe ich in den 18 Jahren, in denen ich im Fichtelgebirge gelebt habe, und in den 8 Jahren in der nördlichen Oberpfalz viele Menschen kennen gelernt, die haben ihre Region in der sie aufgewachsen sind, nie ver-lassen, - bis auf die Männer in den Kriegsjahren vielleicht. Haben dann alle diese Menschen, die aus beruflichen und auch aus finanziellen Gründen nie über den Nachbarort und die nächstgrößere Stadt hinausgekommen sind, haben die dann ein defizitäres Leben geführt und nicht erfüllt gelebt? Doch nicht wirklich, oder? Es geht beim vollen Lebenspanorama nicht nur ums Geld, nicht um die Quadratmeterzahl der eige-nen Wohnung, nicht um Designerküche und Markenkleidung, nicht um Flugreisen. Es geht den wahren Reichtum. Reich ist mein Leben vor allem dann, wenn ich richtige und gute Freunde habe, wenn ich Menschen habe, die mich ernst nehmen, achten und lieben. Reich bin ich, wenn ich mit meinen Möglichkeiten und Fähigkeiten zum Zuge gekommen bin. Das kann der Bauer auf dem Feld genauso sein, wie der Manager ei-nes weltweiten Großkonzerns, der alle paar Wo-chen einmal die Welt umrundet. Reich bin ich, wenn ich glauben kann. Glauben, dass diese Welt trotz allem von Gott regiert wird und nicht von den Kriegstreibern und Profitgierigen, die unsere Welt seit Jahrhunderten immer wieder an den Rand des Abgrunds bringen. Reich bin ich, wenn ich die Nähe Gottes suche und, wenn ich bei dieser Suche spüren darf: Da kommt etwas zurück bei meiner Suche. Ich spüre et-was von der Gegenwart Gottes, die mein Leben trägt. Das ist Reichtum, nicht der zynische Atheist und stolze Heide, der alles anzweifelt und am Ende der Welt mit seiner Skepsis un-tergeht. Reich ist nicht der, der aus der Kirche austritt, weil er sich dadurch ein hundert Euro spart. Reich ist der, in Einklang mit Gott und mit seiner Bestimmung lebt.

2. Kommen wir zum zweiten Beispiel: Insbesondere seit den 1990er Jahren sahen und sehen vie-le Zeitgenossen das Leben vor allem dann als erfüllt an, wenn sie viel Spaß gehabt haben. Gut fünfzehn Jahre später machten Bücher und Artikel die Runde, die das Ende der Spaßgesell-schaft ausriefen: Sie setzten sich kritisch mit den Menschen auseinander, die nur den ober-flächlichen Freuden und Belustigungen hinter-herrennen. Die Sinnlosigkeit und die Leere des eigenen Lebens werde durch ein immer höheres Tempo, durch immer schnellere Rhythmen und immer gigantischere Lautstärke ohne Pausen zugedeckt. Wieder fünfzehn Jahre später liest man jetzt in vielen Zeitungen erneut vom „Ende der Spaßgesellschaft“ durch die Corona-Pandemie. Das Lebensgefühl der 90er Jahre hätte nun endgültig ausgedient. Die Frage stellt sich: Wie viel Spaß braucht ein Mensch, um das volle Lebenspanorama zu haben. Wann wird Spaß zur gefährlichen Droge, - und wann wird aus der Kritik an der Spaßgesellschaft eine hu-morlose Lebensfeindlichkeit? Freilich, ein Leben ohne Spaß ist schlicht und ergreifend öde und langweilig. Und gerade in manchen fundamentalistisch-frommen Kreisen kann es schon einmal erschreckend langweilig und lustfeindlich zugehen. Das ist schon wahr. Ich habe auch gern Spaß, aber nicht nur. Und alles zu seiner Zeit. Ich würde sagen, dass ich das volle Panorama des Lebens dann genossen habe, wenn ich Spaß und Freude, aber auch Leid mit anderen geteilt habe, wenn ich rauschende Feste mitgefeiert habe, aber auch die tiefen Täler der Trauer und der Krisen durchwandert habe. Ein Leben, das nicht fähig ist zum Leiden, das ist kein wirkliches Leben, das ist eine Illusion, das ist wie eine immer junge und schöne Modepuppe, schön anzusehen, aber letztlich hart und kalt. Das volle Panorama ist die geteilte Freude und das geteilte Leid in guten und in bösen Tagen.

Liebe Gemeinde! In unserem Evangelium, das wir vorhin als Lesung gehört haben, bietet Jesus dem Neujünger Natha-nael das volle Lebens- und Glaubenspanorama an: Nathanael, der umworbene neue Jünger, meint am Anfang: „Was kann aus Nazareth schon Gutes kommen?“ Jesus, ein Wanderprediger aus der hin-tersten Provinz, das klingt nicht sehr prickelnd, das klingt nicht nach Heil und Leben in Fülle, nicht nach Panorama, eher schon nach Provinz.

Nicht selten hört aus dem Süden Bayerns bis heute Stimmen, die sinngemäß sagen: „Was kann aus Oberfranken oder aus der Oberpfalz schon Gutes kommen?“ Darauf kann man nur antworten: Die haben eben keine Ahnung von unserem Panorama. Und manchen Münchnern würde der bescheidene bodenständige Glaube der Menschen hier sicherlich guttun.

Aber zurück zu Jesus: Wissen Sie, was Jesus dem zweifelnden Nathanael sagt: „Du wirst noch Größeres als das sehen, was du bisher gehört und gesehen hast.“ Jesus spricht die Verheißung aus, dass selbst die Jünger noch lange nicht alles gesehen und erlebt haben. Und dann nimmt Jesus seine Jünger mit auf den Weg. Ein Weg, der durch Dick und Dünn führt, und durch den Tod zu einem neuen Leben. Mit Jesus teilen die Jünger Freud und Leid, stehen am Ende aber als die Gewinner da. Nicht, weil sie viel Geld haben, aber sie haben das Leben in einer unglaublichen Weite gesehen, ein Leben das dem Tod tief in die Augen geschaut hat und das den Tod überwunden hat. In diesem Sinne, liebe Gemeinde, lade ich Sie ein. Kommen Sie und erleben Sie die wunderbare Weite des Glaubens an Jesus Christus. Er bietet uns ein Panorama, wie wir es noch nie gesehen haben. Wie sagt Jesus: „Ihr werdet den Himmel offen sehen – und die Engel Gottes herauf- und herabfahren über dem Menschensohn.“

Wow - Was für ein Panorama!

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft, er bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Die Berggottesdienste im Sommer erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Bei niedrigen Inzidenzwerten konnte der Berggottesdienst mit der schönsten Aussicht wieder auf der Burgruine Waldeck angeboten werden.

Im warmen Sonnenschein und bei einer lauen Brise saßen die Gläubigen mit genügend Abstand auf bereitgestellten Stühlen oder den Felsen ringsherum. Ausgestaltet wurde der Gottesdienst vom Bläserensemble des Wirbenzer Posaunenchores unter der Leitung von Susi Kropf, sowie vom Kirchenchor aus Wirbenz unter der Leitung von Gertraud Burkhardt. Für die Kinder wurde ein separater Kindergottesdienst angeboten.

Pfarrerin Kathrin Spieß erbat in ihrer Begrüßung ebenso, wie der Posaunenchor in seinem ersten Lied „Komm heil´ger Geist“ und dankte den Gottesdienstbesuchern wie im Liedtext „Kommt herbei, singt dem Herrn“. Im Psalmgebet ging Gabriele Scherl auf das Vertrauen in Gott und seine Fürsorge ein. Im Psalm 36 wurde die Schönheit der von Gott geschaffenen Welt gepriesen und auf seine Liebe hingewiesen, mit der er für seine Kinder sorgt.

Pfarrer Kühn aus Speichersdorf überlegte im Kyrie, wie gefangen die Menschen in ihrem Alltagstrott oft sind, wie Sorgen und Probleme einengen. Doch Gott hilft aus dem Tief heraus. Im Gespräch mit Gott könne man erkennen, was man tun könne. Gott komme zu Hilfe. So eröffnen sich neue Perspektiven und man könne auch bei sich vor Ort etwas bewirken und zum Guten wenden. Er gab auch zu bedenken, welch großes Leid, Ungerechtigkeit und Elend es auf der Welt gibt. „Das lässt mich nicht kalt!“, betonte er. Es sollte nicht hingenommen werden, nur weil es weit weg passiert. Im Gebet bat er: „Wir bitten dich, Gott, komm uns zu Hilfe. Berühre uns mit deiner Wärme und überwinde unsere Gleichgültigkeit.“

Im Evangelium wurde von Natanael und Jesus erzählt. Natanael erkannte in Jesus nicht gleich den angekündigten Messias, fand aber zum Glauben.
Mit einem gesungenen Glaubensbekenntnis wurde auf die Predigt übergeleitet.

Pfarrer Hartmut Klausfelder legte darin den Begriff Panorama (übersetzt aus dem Griechischen: ich sehe alles) in vielfältiger Weise aus. Das könne nirgends leichter fallen, als auf dem Waldecker Burghügel, wovon in alle Richtungen ein grandioser Weitblick möglich ist, betonte der Geistliche. Man könne alles sehen, so wie Gott, der für jeden Menschen einen Plan hat und mit Weitblick gestaltet. Die zehn Gebote sollen dem Zusammenleben der Menschen helfen. Trotzdem dürfe man das Leben in voller Bandbreite genießen. Klausfelder erklärte dies so: „Ich bin der festen Überzeugung: Wenn wir den Glauben wirklich ernst nehmen, dann bekommen wir einen weiteren Blick, dann haben wir mehr Panorama als vorher. Wer glaubt, der sieht mehr. Wer glaubt, der erkennt vor allem die Zusammenhänge!“
Er sinnierte anschließend über mehrere Beispiele, die ein erfülltes Leben ermöglichen. Er nannte Geld, das Vieles ermöglicht. Hier kam ein Protestruf aus dem Publikum, der das laut und deutlich verneinte. Doch er war schnell versöhnt, als Klausfelder warnte, dass Geld aber dazu führen könnte, dass man blind dem oberflächlichem Luxus hinterherjagt. Das zweite Beispiel sei die Spaßgesellschaft. Spaß und Frohsinn seien erst einmal gut, doch sie dürfen nicht dazu führen, dass man in einer Illusion lebt und den Blick für das wahre Leben verliert.

Man müsse aufpassen, dass nicht oberflächliche Ziele wie Geld und Spaßgesellschaft die Oberhand gewännen. Der Blick auf das Wesentliche und das Miteinander, sowie der Blick auf Jesus dürfe nicht verstellt oder verdrängt werden. Die Weite des Glaubens richtet sich auf Jesus und das ewige Leben bei ihm aus.

Der Besucher, der aktiv mitreden wollte, bestätigte dies zusammenfassend: „Danken, Lachen und Lieben machen glücklich!“ Dem stimmte Klausfelder zu und rief voller Überzeugung auf: „In diesem Sinne, liebe Gemeinde, lade ich Sie ein. Kommen Sie und erleben Sie die wunderbare Weite des Glaubens an Jesus Christus. Er bietet uns ein Panorama, wie wir es noch nie gesehen haben. Wie sagt Jesus: „Ihr werdet den Himmel offen sehen – und die Engel Gottes herauf- und herabfahren über dem Menschensohn.“ Was für ein Panorama!“

In den Fürbitten dachte das geistliche Quartett an die Sehnsucht nach Freiheit und Erholung, nach Sicherheit und Trost und nach Frieden und eine bessere Welt. Sie baten um Schutz für die Reisenden und um Unterstützung und Segen für die Flutopfer und für die Menschen auf der ganzen Welt.

Am Ende der Andachten zogen die Kinder unter der Leitung von Gerlinde Nerlich in den „Gottesdienst der Großen“ ein.
Sie brachten einen Baum mit, der mit vielen guten Gedanken bestückt war. Es waren Liebesgebote für die Menschen. Die Kinder hatten bedacht, dass ein Baum ohne Wurzeln nicht bestehen kann. Gott gibt den Menschen Halt, wie die Wurzeln dem Baum. Ohne Gebote ist ein gutes Miteinander zwischen den Menschen nicht möglich, ohne Gebote brechen die Menschen und gehen kaputt, wie ein Baum im zu starken Sturm. In den Geboten müssen die Menschen lernen und sich biegen zum Besseren hin.
Am Ende riefen die Kinder zum Applaus für Gott auf, der alles so wunderbar gemacht hat. Dem Aufruf kamen die Gäste gerne nach!

Christine und Werner Rupprecht

Nach langer, pandemiebedingter Pause laden die evangelischen Kirchengemeinden der Kulmregion Wirbenz, Speichersdorf, Neustadt am Kulm, Eschenbach und Grafenwöhr zu einem gemeinsamen Freiluft-Gottesdienst ein: Gefeiert wird der Gottesdienst am Sonntag, den 25. Juli, um 10.00 Uhr, auf der Burgruine Waldeck.

Für alle, die den Weg vom Parkplatz zur Burgruine nicht selbst gehen können, gibt es einen Shuttle-Service.

Musikalisch ausgestaltet wird die Feier auf der Burgruine vom Posaunenchor Wirbenz unter der Leitung von Susi Kropf, sowie vom Wirbenzer Kirchenchor unter der Leitung von Gertraud Burkhardt. Pfarrerin Kathrin Spies (Wirbenz/Kemnath), Pfarrer Hartmut Klausfelder (Neustadt am Kulm), Pfarrer Hannes Kühn (Speichersdorf), sowie Lektorin Birgit Drechsler (Eschenbach) sind für Liturgie und für die „Panorama-Predigt“ zuständig.

Parallel zur Feier der Erwachsenen bietet das Team um Gerlinde Nerlich auf dem zweiten Burghof einen Kindergottesdienst an.

Im Anschluss an den Gottesdienst können an einem Verkaufsstand der Kirchengemeinde Wirbenz Fair-Trade-Artikel gekauft werden. Es schadet also nicht, eine Tasche oder einen kleinen Rucksack dabei zu haben. Der Gottesdienst an der Burgruine findet bei (fast) jedem Wetter statt.

Bitte beachten Sie, dass an diesem Sonntag in den evangelischen Kirchen der Kulmregion keine weiteren Gottesdienst angeboten werden.

 

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Ein Gottesdienst im Freien ist immer etwas Besonderes. Ein Gottesdienst am Rauhen Kulm, in malerischer Umgebung erst recht. Das Kindergottesdienstteam und Pfarrer Hartmut Klausfelder hatten aber auch an die Kinder gedacht. „Auf dem Weg zu Gott“, zum Gottesdienstplatz an der Blockhütte des Rauhen Kulms, waren Buchstaben in den Bäumen aufgehängt, die es galt zu einem Lösungswort zusammenzufügen. Etwa 70 Personen waren der Einladung zum Gottesdienst inmitten der Natur gefolgt.

Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes hatten der Posaunenchor Neustadt am Kulm unter der Leitung von Karin Müller-Bayer und Christiane Bayer an der Gitarre übernommen. Die Gottesdienstbesucher genossen die Beiträge der Bläser; man hatte sehr lange darauf verzichten müssen.

Einläuten durften die Kinder den Gottesdienst mit Tischglocke und Klangschale.

Pfarrer Klausfelder widmete seine Ansprache erst der herrlichen Natur. Auch im Psalmgebet (Psalm 47), das Christine Rupprecht vortrug, wurde betont, wieviel Gott für die Menschen bereithält. Deshalb werden einst alle Menschen und alle Herrscher Gott gehorchen und es wird Friede sein und niemand mehr streiten.

Der Geistliche fragte Kinder und Erwachsene, was man denn zum Leben brauche.

„Mama und Papa“, „Familie“, „Freunde“, „Essen und Trinken“, „Gesundheit“ und die „Sonne – als Lebenselixier“ wurden genannt. Klausfelder vertiefte diese Gedanken mit einem Ausflug in das alte Ägypten, aus dem Mose die Israeliten aus der Sklaverei herausführte. Nach der Freude über die Freiheit herrschte im Volk Israel ein großes Durcheinander und eine Fülle von Meinungen. Die Menschen wussten nicht mehr, was richtig ist und was sie tun sollten. Sie hatten keinen Führer.

So stieg Mose auf den Berg Sinai und erhielt dort von Gott die zwei Gesetzestafeln mit den 10 Geboten.

„Sinai“ war auch das Lösungswort des Buchstabenrätsels. Der Berg Sinai war ein heiliger Berg, so wie der Rauhe Kulm eine Besonderheit in der Gegend darstellt. Auch die Gottesdienstbesucher waren zum Berg gekommen, um Gott nahe zu sein.

„Diese zehn Gebote sind auch heute noch gültig und hilfreich für das Zusammenleben zwischen den Menschen“, betonte Klausfelder. Er erklärte jedes Gebot und dessen Platz im Leben der Menschen. Evi Sloot trug den Text der Gebote jeweils vor und Pfarrer Klausfelder „übersetzte“ den Text noch ins Fränkische. Dies führte dazu, dass die Gottesdienstbesucher ganz genau und oft mit einem Schmunzeln hinhörten.

Im Fürbittengebet dankten Evi Sloot, Christine Rupprecht und Pfarrer Klausfelder Gott für das Licht der Sonne, für den Regen, die Pflanzen und Tiere. Dabei wurden die Menschen, die im Dunkeln stehen, nicht vergessen. Es wurde um sauberes Wasser für alle Menschen und Tiere gebeten und darum, die Pflanzen und Bäume zu achten und gut für die Tiere zu sorgen. Auch die zehn Gebote wurden einbezogen in den Wunsch überall in Frieden zusammenleben zu können.

Mit einem neuen Bewusstsein gingen die Gottesdienstbesucher und die zahlreichen Helfer in die neue Woche.

Christine und Werner Rupprecht

Am Sonntag, 20. Juni, um 10.00 Uhr, wird auf dem Lokalsender Oberpfalz TV ein Fernsehgottesdienst aus der Dreieinigkeitskirche in Neustadt am Kulm zu sehen sein. Der vorab produzierte Gottesdienst wurde musikalisch ausgestaltet vom Vocal X-tett, sowie von Pfarrer Hartmut Klausfelder, Prädikantin Cheryl Frank und Lektor Andreas Walter als Sprecher. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehen die beiden Gleichnisse vom „Verlorenen Schaf“ und vom „Verlorenen Silbergroschen“ aus dem Lukasevangelium, Kapitel 15.

Pfarrer Hartmut Klausfelder
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