+++ Ab sofort ist der neue "Kindergottesdienst To Go" eröffnet. Startpunkt ist am Marktplatz.   +++ Hier finden Sie besinnliche Texte oder die Predigt vom letzten Sonntag zum Nachlesen. +++
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Hier finden Sie alle Gottesdienste für Weihnachten 2020 zusammengefasst.

Ab sofort ist der neue "Kindergottesdienst To Go" eröffnet. Startpunkt ist am Marktplatz.

 

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Der Kindergottesdienst-Wanderweg „KiGo To Go“ geht in die dritte Runde: Der mit Pfeilen markierte Weg beginnt dieses Mal mitten auf dem Marktplatz von Neustadt am Kulm, neben dem Bushäuschen, beschreibt einen kleinen Bogen durch Felder und Wiesen südlich der Kulmstadt und endet in der Dreieinigkeitskirche.

Das Thema ist natürlich passend zur Weihnachtszeit gestaltet. Mehr wird nicht verraten. Lasst euch überraschen!

 

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Liebe Gemeinde!

Gestern noch waren wir zu Gast im Stall in Bethlehem. Heute, einen Tag später, begeben wir uns nach Jerusalem, in die Hauptstadt Israels. Gleichzeitig reisen wir in der Zeit um etwa 540 Jahre zurück. Wir befinden uns in der Zeit des babylonischen Exils. Jerusalem, der politische und religiöse Mittelpunkt der Menschen aus Israel, war seit Jahrzehnten nur noch eine Trümmerwüste. Die Babylonier hatten die Stadt im Jahr 587 V. Chr. erobert und zerstört. Außerdem wurde ein erheblicher Teil der Bevölkerung, die so genannten „Oberen Zehntausend“, kurzerhand mitgenommen und ins Exil nach Babylon ver-schleppt. Das Schlimmste für die Menschen aus Isra-el aber war, dass der prächtige Tempel, den König Salomo einst hatte erbauen lassen, ebenfalls zerstört worden war. Die Israeliten waren überzeugt: Wenn Gott es zu-lässt, dass der heilige Tempel dem Erdboden gleich-gemacht wird, dann hat Gott uns verlassen. Ja, dann gibt es ihn vielleicht gar nicht. Das Selbstvertrauen der Israeliten lag in Trümmern, - politisch und im Glauben. Genauso, wie die Stadt Jerusalem mit ihrem Tempel Trümmern lag. Dann, nach fast 50 Jahren, als man schon alle Hoffnung auf eine Rückkehr in die Heimat aufgegeben hatte, tritt ein Prophet auf. Ein Prophet mit einer wundervollen Hoffnungsbotschaft. Diese Botschaft ist überliefert im zweiten Teil des Jesajabuches. Ich lese, was im 52. Kapitel aufgeschrieben ist:

„Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König! Deine Wächter rufen mit lauter Stimme und rühmen miteinander; denn alle Augen werden es sehen, wenn der HERR nach Zion zurückkehrt. Seid fröhlich und rühmt miteinander, ihr Trümmer Jerusalems; denn der HERR hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst. Der HERR hat offenbart seinen heiligen Arm vor den Augen aller Völker, dass aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.“

Liebe Gemeinde! ER ist wieder da. Der König der Welt. Der Gott Israels. Er ist wieder da. Er ist zurückgekehrt. Diese Freudenbotschaft verkündet der unbekannte Prophet, den man in der Forschung den „zweiten Jesaja“, den „Deuterojesaja“ nennt: ER ist wieder da und will ge-nau dort wohnen, wo nur noch Trümmer herumliegen. In Jerusalem. Darum können sogar die Trüm-mer zu jubeln beginnen. Was für ein schönes Bild: Die Trümmer, das Symbol schlechthin für Niederlage, für Zerstörung und Tod, genau diese Trümmer jubeln. Manche Menschen haben ja auch den Eindruck, dass das Weihnachtsfest heuer in Trümmern liegt. Angefangen von den starken Einschränkungen bei Gottesdiensten, viele wurden ja ganz abgesagt, über die nächtliche Ausgangssperre bis hin zu den strengen Vorgaben für Familienbesuche. Für viele liegt Weihnachten vor allem deshalb in Trümmern, weil ein Familienmitglied ernsthaft an Corona erkrankt oder gar verstorben ist. Vor allem aber diese Unsicherheit, wie es weitergeht mit der Pandemie und den Mutationen des Virus, wie es weitergeht am Arbeitsplatz und und und, …. Alles das lässt unser Bild von Weih-nachtsidylle zerbrechen. Manchen Zeitgenossen ist die Lust auf das Weihnachten-Feiern ganz vergan-gen, wenn man nicht einmal ohne schlechtes Gewis-sen seine Familienmitglieder zur Begrüßung umar-men darf. Die Nächstenliebe braucht, bei aller ver-ständlicher Rücksichtnahme, eben auch diese sinnlichen Aspekte, damit wir nicht innerlich verkümmern. Kann aus diesen Weihnachtstrümmern noch etwas Positives werden?

Mit dem Propheten Jesaja sage ich euch: Ja, es kann. „Yes, we can“ gewissermaßen. Es kann gut werden, weil Gott in diesen Trümmern menschlicher Hoffnungen wohnt. Er wohnt dort nicht erst, aber vor allem seit Jesus. Jesus wohnt nicht im Palast des Königs Herodes. Gott hat für Jesus den armen Stall gewählt und die armen Hirten als Besucher. Nein, in diesen Trümmern steckt noch Leben. Inmitten dieser Trümmer von Weihnachten, wie wir sie heuer an vie-len Stellen erleben, ist eben nicht alles schlecht. Denn Gott ist wieder da. Jesus liegt wieder in der Krippe, und wir dürfen uns an ihm freuen. Und das Kind in der Krippe sagt uns: Es gibt Hoffnung.

Freilich, liebe Gemeinde! Mit den Trümmern von Weihnachten, mit den Trümmern unseres Lebens, kann man immer unter-schiedlich umgehen. Und das erleben wir gerade in diesen Pandemietagen immer wieder:

Es gibt Leute, die tief gebeugt über den Trümmern ihres Lebens verharren und Gott und die Welt ankla-gen. Das hat sein Recht für eine bestimmte Zeit. Aber auf Dauer macht das Verweilen in Trauer und Anklage depressiv oder aggressiv.

Dann gibt es auch Leute, die so tun, als gäbe es keine Trümmer, keine Bruchstücke in ihrem Leben. Diese Menschen ignorieren die Trümmerhaufen, die sie umgeben, und dann stolpern sie früher oder später doch darüber. Denn die Trümmer liegen ja noch im Weg herum. Es gibt Leute die ignorieren die Ernsthaftigkeit dieser Pandemie. Sie ignorieren Verbote und treffen sich zu illegalen Feiern. Und dann stolpern sie früher oder später darüber, weil sie hohe Strafen zahlen müssen, selbst krank werden oder andere krank machen.

Es gibt aber auch Leute, die krempeln die Ärmel hoch und fangen an, die Trümmer ihrer Existenz aufzuräumen. Dabei sortieren sie aus, was sie noch ge-brauchen können und was wertlos geworden ist. Sind die Trümmer beiseite geräumt und ist das Wertlose vom Wertvollen getrennt, dann entsteht Platz für etwas Neues. Dabei stellt man fest, dass man vieles von den alten Trümmern durchaus noch verwenden kann. Liebe Gemeinde! Unser Predigttext aus dem Jesajabuch macht uns Mut, die Ärmel hochzukrempeln und voller Zuversicht dieses Weihnachten zu feiern. Weil Gott mit uns ist.

Übrigens: Israel hat damals nach der Rückkehr aus dem Exil auch die Ärmel hochgekrempelt und den Tempel im zerstörten Jerusalem neu aufgebaut. Die-ser Tempelneubau war kein Zuckerschlecken. Es gab viel Streit und Ärger, wie das bei großen Bauprojekten fast immer passiert. Das kennen wir ja auch in Neustadt. Aber am Ende stand der Tempel. Weil letztlich alle, die daran gebaut haben, innerlich getragen wurden. Getragen von der Überzeugung: Gott wohnt mitten unter uns. Und er heilt unsere Zerstrittenheit, unser Aufeinanderprallen von unterschiedlichen Vorstellungen, unsere unvollkommenen Pla-nungen. Er heilt unsere Sünde und lässt etwas Gutes daraus wachsen. Also, lasst uns jubeln und voller Freude auf die Freu-denboten hören.

In der Weihnachtsgeschichte sind die Freudenboten die Engel, die uns die „gute neue Mär“ von der Geburt des Heilands verkünden: „Vom Himmel hoch, da komm ich her. Ich bring euch gute neue Mär. Der guten Mär bring ich so viel. Davon ich singen und sagen will.

Und der Friede Gottes, der höher ist, als alles Ver-nunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Amen.

 

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Der Weihnachtsgottesdienst am Heiligen Abend war eigentlich auf dem Neustädter Marktplatz geplant. Stimmungsvoll mit vielen Kerzenlichtern zum Abstandeinhalten war er gedacht.

Doch wegen der neuen Anmeldepflicht beschlossen die Verantwortlichen aus dem Kirchenvorstand, mehrere Gottesdienste in der Kirche anzubieten und dazwischen kräftig zu lüften.

Die vorbereiteten Kerzengläser schmückten und erhellten die Gänge und den Treppenaufgang des Gotteshauses. Stimmungsvoll schimmerten sie in rot und weiß mit rotem Band und weißen Porzellansternen. So sorgten die Organisatoren auch in angespannter Zeit für das Weihnachtsgefühl. Der Christbaum leuchtete, davor auch der Herrnhuter Stern.

Gespannt warteten die Gottesdienstbesucher auf das Krippenspiel. In der traditionellen Form eines Rollenspiels war es wegen dem Infektionsgeschehen ja leider nicht möglich. Doch das Personal des Kindergartens hatte eine Fotostory vorbereitet, die sehr anrührte. Die Kinder waren szenenweise fotografiert worden und diese Bilder vor einen passenden Hintergrund platziert. Entstanden sind wunderbare und stimmungsvolle Bilder, die das Geschehen von Bethlehem erzählten. Zur Fotogeschichte wurde die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium verlesen.

Christine und Werner Rupprecht

Liebe Besucher unserer Website!

Im folgenden Video möchten wir unsere Grüße an Sie in digitaler Form richten. Sie hören dort die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium in einer freien Übertragung im Neustädter Dialekt!

Hier der direkte Link zum Video.

Andreas Walter

In der Kulmstadt werden am Heiligen Abend und an den Feiertagen zwischen den Jahren so genannte „Präsenzgottesdienste“, also Gottesdienste mit persönlicher Anwesenheit, angeboten. Alle Gottesdienstbesucher können sich darauf verlassen, dass sich die gemeinsamen Feiern im Einklang mit den strengen Corona-Lockdown- Regeln der Regierung befinden. Ein Hygiene-Konzept zum Schutz der Gesundheit der weihnachtlichen Kirchgänger ist vorhanden und wird konsequent umgesetzt.

In Neustadt am Kulm finden Heilig-Abend-Gottesdienste am 24. Dezember um 14.00 Uhr, um 15.30 Uhr, um 17.00 Uhr und um 20.00 Uhr statt. In folgenden Außenorten wird unter freiem Himmel gefeiert: Frankenberg um 15.30 Uhr auf dem Kirchplatz und Filchendorf um 17.00 Uhr am Feuerwehrhaus.

Wegen der Lockdown-Maßnahmen ist es zwingend erforderlich, sich für alle Gottesdienste am Heiligen Abend drinnen und draußen anzumelden.

Dazu liegen ab sofort in der Dreieinigkeitskirche in Neustadt am Kulm Körbe mit Eintrittskarten für jeden Gottesdienst aus. Die Kirche ist tagsüber für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Wer an einem der Heilig-Abend-Gottesdienste teilnehmen möchte, kann sich Eintrittskarten für sich selbst und bei Bedarf für weitere Familienmitglieder mitnehmen. Diese Karten müssen zum Gottesdienstbesuch mitgebracht werden.

Die Kirchengemeinde bittet um Verständnis, dass Anmeldungen zu Heilig-Abend-Gottesdiensten per Telefon, Mail oder online aus organisatorischen Gründen nicht möglich sind.

Für die Gottesdienste ab dem 1. Weihnachtsfeiertag sind keine Voranmeldungen oder Eintrittskarten erforderlich. Hier ist ein spontaner Kirchenbesuch möglich. Anders, als ursprünglich geplant, finden alle Gottesdienste zwischen dem 25. Dezember und dem 1. Januar ausschließlich in der Dreieinigkeitskirche in Neustadt am Kulm statt. Die Kirchengemeinde lädt ein am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, jeweils um 17.00 Uhr, am Sonntag nach Weihnachten um 9.00 Uhr, an Silvester um 17.00 Uhr und 19.30 Uhr, an Neujahr um 17.00 Uhr und an Epiphanias/Heilige drei Könige um 9.00 Uhr.

Hier finden Sie unsere Video-Weihnachtsgrüße.

Kirchenvorstand Neustadt am Kulm

Familiengottesdienste sind immer kleine Events für Kinder. Die biblischen Inhalte werden kindgerecht formuliert und häufig auch mit einem Rollenspiel aufgelockert. So auch an diesem Sonntag, der zufällig auch der Nikolaustag war.

Bald nach dem ersten Lied und der biblischen Lesung (Monika Klausfelder) spielte eine Bläsergruppe aus dem Posaunenchor Neustadt am Kulm die Melodie „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ (Evi Sloot) an. Und er kam wirklich mit „hohoho“ und Glockengebimmel, so wie man es aus dem Fernsehen kennt. Zu „Lasst uns froh und munter sein“ trat der Heilige Nikolaus (Christine Rupprecht) aus der Sakristei. Da waren die kleinen Gottesdienstbesucher sofort hellwach!

Die beiden weihnachtlichen Figuren stellten sich erst einmal vor, bewunderten die Ähnlichkeiten des Aussehens und die Unterschiede der Kleidung. Nikolaus erklärte den Sinn des Namens, den beide Figuren trugen. Er setzt sich aus dem griechischen „Nikos“ und „Laos“ zusammen und heißt übersetzt: „Das Volk gewinnt“. Entsprechend dem Namen stellten Beide heraus, dass sie für die Menschen, die Armen, die Schwachen und die Kinder sorgen wollten. Der Weihnachtsmann entdeckte im Gespräch, dass der Nikolaus wohl sein Urururururur-Großvater war und erfuhr, dass St. Nikolaus ein echter Bischof war.

St. Nikolaus lud den Weihnachtsmann schließlich zu einer Bildpräsentation ein, die das Leben des Heiligen beschrieb. Die Kinder und ihre Eltern erfuhren, dass Nikolaus Bischof in Myra war, dem heutigen Demre in der Türkei. Dort rettete er die Kinder der Stadt aus den Fängen der Piraten und gewann Weizen für die von einer großen Hungersnot gebeutelten Menschen. Gott selbst hatte ihm den Weg aus der Krise gezeigt, indem er Nikolaus auf den Kirchenschatz aufmerksam machte, mit dem Nikolaus die Piraten zufriedenstellen konnte.

Christine und Werner Rupprecht
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