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Für die Mitglieder des neu gewählten Stadtrates von Neustadt am Kulm begann die neue Amtsperiode mit einem besonderen Zeichen: Am vergangenen Dienstagabend fand vor der ersten konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrates in der Dreieinigkeitskirche Neustadt am Kulm ein ökumenischer Gottesdienst statt, in dem um Gottes Segen für das Gremium gebeten wurde. Gemeinsam gestalteten Pfarrer Hartmut Klausfelder der evangelischen Kirchengemeinde Neustadt am Kulm und Pfarrer Sven Grillmeier von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Kirchenlaibach-Mockersdorf den festlichen Gottesdienst.

Beide Geistliche zeigten sich sehr erfreut darüber, dass dieser Gottesdienst ausdrücklich vom Stadtrat selbst gewünscht worden war und der neue Bürgermeister mit diesem Anliegen auf die Pfarrer zukam. Dies sei ein schönes Zeichen dafür, dass Verantwortung für die Stadt nicht nur politisch verstanden werde, sondern auch im Vertrauen auf Gott und im Bewusstsein für Gemeinschaft, Werte und Zusammenhalt.

In seiner Begrüßung griff Pfarrer Hartmut Klausfelder die diesjährige Jahreslosung auf: „Siehe, ich mache alles neu!“ aus Offenbarung 21,5. Er stellte dabei die Verbindung zum neu gewählten Stadtrat her. Auf die Mitglieder des Gremiums warteten neue Aufgaben und Herausforderungen, zugleich gebe es auch einige neue Gesichter im Stadtrat. Die Jahreslosung könne dabei Mut machen, diesen neuen Weg gemeinsam mit Gott offen, zuversichtlich und engagiert zu gehen.

Andreas Walter

Horst Eckert, gefeierter und vielfach ausgezeichneter Krimiautor, startete am Dienstag in Neustadt am Kulm seine Lesereise durch die Oberpfalz.

Der charismatische Autor und ehemalige Journalist, sowie studierter Politologe hatte kaum zu lesen begonnen, schon hatte er sein Publikum in die neue Geschichte um die Praktikantin Carla Bergmann eingesogen und die Gäste hingen an seinen Lippen. Es fiel nicht schwer, die Sprünge zum nächsten Kapitel mitzugehen, da Eckert gekonnt mit seinen Erklärungen zum nächsten Abschnitt überleitete und es ihm stets gelang, die Spannung aufrecht zu erhalten. Viel Bewunderung erfuhr er auch für das geschickte Jonglieren mit der eigenen Stimme, um die Hauptfiguren gut unterschiedlich darstellen zu können.

Erstmalig schreibt er aus der Sicht einer Journalistin. Der Autor erklärte, dass er bislang nur Figuren Leben einhauchte, für die er auf eigene Erfahrungen zurückgreifen konnte. Für seine langjährige Romanfigur Max Bauer, Ermittler bei der Polizei, griff er auf reelle Eindrücke zurück, die er für einen Bericht als Journalist erworben hatte, als er sowohl eine Polizeistreife, als auch Kripobeamte begleiten durfte.

Christine Rupprecht

Mit einem festlichen Weihnachtskonzert setzte unsere Kirchengemeinde die Festtage fort. In der vollbesetzten Kirche lauschten die Zuhörer zahlreichen musikalischen Gruppen und wurden dabei auch von neuen Ensembles, wie dem Männerdreigesang, überrascht.

Mit jeweils drei Beiträgen überzeugten der Kirchenchor „Pro Deo“ der Kirchengemeinde Wirbenz, der kombinierte Posaunenchor aus Neustadt und Frankenberg, der Kinderchor, der Männergesangverein Neustadt am Kulm und Trabitz, die Flötengruppe aus Frankenberg, das Vocal X-tett und der neu gegründete Männerdreigesang mit Johannes Schinner, Holger Haller und Hartmut Klausfelder.

Christine Rupprecht

Bei unserer Herbstaktion am Friedhof in Neustadt waren leider nur wenige Helferinnen und Helfer dabei. Dadurch ist manches liegen geblieben, auch wenn wir uns viel vorgenommen hatten. Der Pflegeaufwand ist für den Kirchenvorstand allein schlicht zu groß, deshalb freuen wir uns künftig über jede Unterstützung.

Trotz der kleinen Runde hat sich einiges getan. Rund um den Parkplatz sieht man die Fortschritte deutlich und auch im Friedhof selbst konnten wir an mehreren Stellen wieder etwas Ordnung schaffen. Als nächstes widmen wir uns der Anpflanzung des Gemeinschaftsgrabes. Dabei achten wir darauf, dass der Bereich schlicht und einheitlich bleibt, weshalb dort keine zusätzlichen Blumen oder Gegenstände vorgesehen sind.

Danke an alle, die Zeit hatten und mit angepackt haben!

Andreas Walter

Am Erntedanksonntag hatte unsere Kirchengemeinde gleich dreifachen Grund zur Freude. Gemeinsam wurde für die Früchte des Feldes und des Gartens gedankt, für die Gaben der Natur und den Segen, den Gott über das Jahr hinweg schenkt. Ein weiterer Anlass zum Dank war das 60-jährige Jubiläum des Posaunenchores, der bereits am Vorabend mit einem festlichen Konzert gefeiert und den Erntedankgottesdienst am Sonntag feierlich mitgestaltet hatte.

Doch der Gottesdienst brachte noch ein ganz besonderes Geschenk: Dekan Thomas Guba führte Pfarrerin Kathrin Spies offiziell in ihr neues Amt in der Kirchengemeinde Neustadt am Kulm ein. Pfarrerin Spies übernimmt bis zum Ende des Jahres 2026 eine Viertelstelle, die Pfarrer Hartmut Klausfelder aus persönlichen Gründen abgibt. Sie erfüllt damit die verbleibende Zeit ihrer Anwartschaft, die durch ihre Elternzeit unterbrochen war.

Ihre Aufgaben umfassen zwölf Wochenstunden. Dazu gehören Religionsunterricht an der Schule, ein Gottesdienst pro Monat, verschiedene Amtshandlungen (Kasualien) wie Taufen und Trauungen sowie die seelsorgerliche Begleitung des Kindergartens.

Pfarrerin Spies ist in Neustadt und Umgebung keine Unbekannte. Viele Gemeindeglieder kennen sie bereits aus ihrer Zeit als Vikarin und später als Pfarrerin in der Nachbargemeinde Wirbenz. Entsprechend herzlich fiel die Begrüßung aus: Als Dekan Guba fragte, ob Kirchenvorstand und Gemeinde die Zusammenarbeit mit Frau Spies bejahen, antworteten beide mit einem lauten, einstimmigen und fröhlichen „Ja, mit Gottes Hilfe!“.

In ihrer Predigt nahm Pfarrerin Spies die Kartoffel als Sinnbild für den Glauben und das Leben. Sie sprach von der „Wunderknolle“, die uns lehrt, dass Schönheit und Wert oft im Verborgenen liegen: „Oft ist das Unscheinbare das eigentlich Wertvolle – und das Kostbare braucht Zeit, um sich zu entwickeln.“ Damit schlug sie den Bogen zu den Höhen und Tiefen menschlichen Lebens und zu dem Vertrauen, dass Gott in allem wirkt, was wächst und reift – sichtbar oder unscheinbar.

Nach dem Gottesdienst nutzten viele die Gelegenheit, bei einem Glas Sekt und kleinen Snacks persönlich mit Pfarrerin Spies ins Gespräch zu kommen, sie willkommen zu heißen und ihr für ihren Dienst in der Kirchengemeinde alles Gute und Gottes Segen zu wünschen.

Christine Rupprecht
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