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Im Jahr 2015 konnte der Posaunenchor aus Neustadt am Kulm auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Regelmäßige Einsätze in den Gottesdiensten prägen das musikalische Leben, ebenso, wie zahlreiche „Geburtstagsstanderl“ bei runden Geburtstagen. Bemerkenswert ist die lebendige Nachwuchsarbeit mit den so genannten „Jungbläsern“.

Die Leitung des Neustädter Posaunenchores hat derzeit Karin Müller-Bayer inne.

Aktuelles:

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben!“, so lautet ein altes Sprichwort. Recht hat es! Denn eine Abordnung des Evang. Posaunenchores Neustadt am Kulm machte sich mit dem Zug nach Nürnberg auf. Grund war das 100-jährige Jubiläum des Bayerischen Landesposaunenchores. Eigentlich lag die Gründung ja schon 101 Jahre zurück, doch wegen Corona wurden die Feierlichkeiten um ein Jahr verlegt.

Trotzdem wurde auch schon im letzten Jahr ein festlicher Rahmen geschaffen. Viele Posaunenchöre sorgten mit kleinen Konzerten und musikalischen Andachten für 101 schöne Momente, die das Warten auf die Großveranstaltung verkürzen sollten. Diese wunderbaren Events sind zu einem Film zusammengefügt worden, den man unter https://www.lpt2022.bayern finden kann. Ebenso ist ein Festkonzert ins Netz gestellt worden.

In diesem Sommer war es dann endlich soweit. Über 3000 Bläserinnen und Bläser trafen sich in Nürnberg zum gemeinsamen Musizieren. Sie erfreuten die Passanten an verschiedenen Plätzen mit geistlicher und weltlicher Musik. Am Sonntagvormittag trafen sie sich dann auf dem Hauptmarkt zur gemeinsamen Probe unter freiem Himmel. Das lockte schon viele Schaulustige und Musikfreunde an. Die gewaltige Musikermasse saß, aufgeteilt in vier „Chöre“ auf dem Hauptmarkt und wurde von vier Dirigenten gleichzeitig angeleitet.

Beim anschließenden Gottesdienst konnte sich keiner dem herrlichen Volumen der zahlreichen Instrumente verschließen. Die Bässe waren körperlich zu spüren und die Musik brachte Ohren und Körper zum Vibrieren. Es war ein herrliches Erlebnis für die Musiker/innen und die Begleitpersonen gleichermaßen. „Das werden wir nicht vergessen!“, konnte man immer wieder hören.

Christine und Werner Rupprecht

Die Corona-Pandemie hat viel verändert, - auch im Leben der Kirchengemeinden. Die Erfahrungen mit der Konfirmation im Spätsommer 2020 haben den Kirchenvorstand dazu bewogen, ein neues Konzept der Konfirmandenarbeit zu entwerfen.

Nun wird also erstmals die Konfirmation zum Ende des Schuljahres 2021/22 gefeiert. Aus organisatorischen Gründen wurden hierfür zwei Konfirmandenjahrgänge zusammengelegt. Insgesamt 14 Jungen und Mädchen bereiten sich auf ihre Konfirmation vor. Der Festgottesdienst zur Konfirmation findet am Sonntag, den 31. Juli, um 9.30 Uhr, in der Dreieinigkeitskirche statt. Am Vorabend, 30. Juli, um 17.00 Uhr, laden wir Eltern, Paten und Familienangehörige zur Konfirmandenbeichte mit Heiligem Abendmahl in die Kirche ein.

Wir hoffen, dass wir die Feierlichkeiten zur Konfirmation ohne Corona-Kontaktbeschränkungen und ohne Begrenzung der Besucherzahlen abhalten können. Wir freuen uns auf eine Konfirmation bei angenehmen sommerlichen Temperaturen und bei hoffentlich schönem Wetter.

Andreas Walter

Der 31. Oktober wird heutzutage, vor Allem bei den Kindern und Jugendlichen, mit Halloween verbunden. Dies hat nicht nur mit den in der Gegend ansässigen Amerikanern und dem Handel zu tun, sondern ist zum Zeitgeist geworden. Dabei ist dieses Datum eigentlich durch einen christlichen Feiertag besetzt; dem Reformationsfest.

Evangelische Christen gedenken an diesem Tag der Ursprünge ihrer Konfession. Im Jahr 1517 hatte Martin Luther am 31. Oktober in Wittenberg seine 95 Thesen an die Kirchentür genagelt. Er wollte damit zum Nachdenken über einige Missstände der damaligen Katholischen Kirchenpraxis hinweisen. Seine Thesen sollten Gegenstand zur Diskussion sein. Eine Spaltung der Kirche wollte er nicht!

Zur Zeit Luthers waren die Gläubigen von großer Angst getrieben. Sie fürchteten nicht genug gottgefällig zu leben und hatten Angst, nach dem Tode im Fegefeuer zu enden. Die Katholischen Kirchenoberen befeuerten diesen Gedanken und boten einen Ausweg an, den Ablassbrief. Dieser war nur gegen Geld zu haben. Mit dem Ablass konnte sich jeder Sünder von seiner Strafe, dem Fegefeuer, freikaufen.
Durch den Ablasshandel wurden enorme Geldsummen aus ganz Europa nach Rom geleitet. Damit finanzierten die Päpste den Bau des Petersdoms in Rom.

Christine und Werner Rupprecht
Andreas Walter

Sie kamen zu Fuß, per Auto oder mit dem Rad. Alle fühlten sich von der Einladung der Posaunenchöre aus der Kulmregion angezogen. Bei herrlichem Sonnenschein, blauem Himmel und schöner Fernsicht verteilten sich circa 250 Gäste auf der Wiese vor der Fassade der Wallfahrtskapelle St. Barbara auf dem Barbaraberg bei Speinshart.

Diese wurde am 26. August 1756 durch den Regensburger Weihbischof Freiherrn von Stingelheim geweiht. Er stiftete auch die Reliquie der heiligen Barbara. Seit dem Mittelalter pilgern die Gläubigen dort hin. Leider fiel die Kirche 1912 einem Brand zum Opfer, der durch Blitzschlag ausgelöst wurde. Die Ruinen wurden leider nicht mehr aufgebaut. Doch der kleine Kapellenraum und die schöne Fassade, die im Stil des Rokokos erbaut wurde, ist noch erhalten.

Sie bildete am Sonntag einen würdigen Rahmen für die musikalische Abendandacht der vereinigten Posaunenchöre der Kulmregion. Musiker/innen aus den Chören von Wirbenz/Immenreuth/Kemnath, Frankenberg, Neustadt am Kulm und Speichersdorf musizierten zur Ehre Gottes.

Christine und Werner Rupprecht

Zum Erntedankgottesdienst kamen sehr viele Gläubige in die schöne Dreieinigkeitskirche nach Neustadt am Kulm. Pfarrer Klausfelder freute sich sichtlich darüber. Es war aber auch ein sehr vielfältiges Gottesdienstprogramm vorbereitet worden. Nicht nur, dass die Predigt in Form eines Anspiels aus den Reihen des Kindergottesdienstteams eingeleitet wurde und so Kinder- und Familiengerecht ausgestaltet wurde. Es waren sehr viele Mitwirkende gekommen und gaben dem Gottesdienst Festcharakter. So begannen die Kleinsten aus der „Musikarche“ unter der Leitung von Christine Pühl ein Ständchen mit dem Lied „Die Erde ist voll bunter Leckereien.“ Sie nahmen auch die Aussage des Anspieles auf und versuchten die geernteten Früchte an ihrem Duft zu erkennen.

Auch die Konfirmanden, die wegen Corona, aus zwei Jahrgängen zu einer Gruppe zusammengefasst wurden, stellten sich vor und erhielten vom Kindergottesdienstteam ein Duftsträußchen als Sinnbild, Gott zu suchen, und ein gerahmtes Gruppenbild aus den Händen von Pfarrer Klausfelder.

Christine und Werner Rupprecht

Große Betroffenheit herrschte im Frühjahr, als klar wurde, dass mit den herrschenden Coronaregeln an die Durchführung der Konfirmation nicht zu denken war. Umso schöner und bewusster durften alle Beteiligten nun am Sonntag das Reifefest der Evangelischen Christen in Neustadt am Kulm erleben.

Nur die Eltern und Paten und ganz wenige der engsten Verwandten konnten an der feierlichen Zeremonie in der mit Buchskränzen geschmückten Dreieinigkeitskirche teilnehmen. Die Konfirmanden und Konfirmandinnen saßen einzeln auf feierlich geschmückten Stühlen vor dem Altarraum.

Pfarrer Klausfelder und Lektor Andreas Walter, der als führender Konfiteamer die Konfirmand/innen von Anfang an durch das Vorbereitungsjahr mit begleitet hat, bereiteten den Festteilnehmern einen eindrücklichen Gottesdienst. Pfarrer Klausfelder wünschte den jungen Leuten die richtigen Entscheidungen im Leben. Er ermutigte sie, die himmlische Erbschaft anzutreten, die vor 14 Jahren mit der Taufe in die Wege geleitet wurde. Zum besseren Verständnis wählte er einen Kugelschreiber symbolisch für das Zusammenspiel von Mensch und Gott. Gott sei die treibende und lenkende Kraft, der Mensch die ausführende Hand. Impulsgebend sei auch der Druckknopf, der im Kugelschreibe, wie im Leben, alles in Gang setzt und manchmal zu oft und rasant gedrückt wird. Wichtig seien auch Pausen im Leben, mahnte der Geistliche. Gott lenkt, doch der Mensch dürfe mitentscheiden.

Christine und Werner Rupprecht
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