+++ „Singt dem Herrn ein neues Lied“ - Konzert der Chöre aus der Kulmregion. Sonntag, 31.03.2019, 17.00 Uhr, St. Johannis-Kirche Wirbenz +++ Hier finden Sie besinnliche Texte oder die Predigt vom letzten Sonntag zum Nachlesen. +++

Liebe Gemeinde!

„Eigentlich müsste über diesen Bibeltext eine Frau predigen.“ So habe ich mir spontan gedacht, als ich den Predigttext für den heutigen Sonntag zum ersten Mal gelesen habe. Als Mann begibt man sich bei dieser biblischen Geschichte gleich mehrfach aufs sprichwörtliche „Glatteis“, - zumal in der heutigen Zeit: Handelt doch die Erzählung aus dem Lukasevangelium von zwei Frauen und von deren Rollenverständnis im Blick auf Küche und Kirche, wenn man so will. Habe ich Sie neugierig gemacht, - die Frauen und die Männer? Dann hören wir doch einmal hinein in die Erzählung von Maria und Martha, aufgezeichnet beim Evangelisten Lukas im 10. Kapitel:

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Alle Rechte beim Autor

I.
Liebe Gemeinde, schaut nur her!
Ich mein das wörtlich, bitte sehr:
Denn um die Augen geht es jetzt
und was ihr Blick für Zeichen setzt.
Ja, schließlich sind die Augen wichtig.
Das weiß jeder, der nicht richtig
auf‘s Sehvermögen bauen kann.
Der ist wirklich übel dran …

Wohl dem, der seine Augen nutzt,
und notfalls auch die Brille putzt.
Wohl dem, der hinschaut und nicht weg,
sonst haben Augen keinen Zweck.
Wohl dem, der nutzt den „Augenblick“,
der findet ganz gewiss sein Glück.
Das gilt im übertrag’nen Sinn
genauso, - und da will ich hin: 

Zunächst will ein Beispiel geben,
aus dem normalen Alltagsleben:
Ihr kennt ja alle diesen Satz. -
In dem steckt echt ein wahrer Schatz:
Einen Augenblick bitte!
Das ist heut der Predigt Mitte.

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Liebe Gemeinde! Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Markusevangelium im 4. Kapitel. Es handelt sich um die bekannte Erzählung von der „Stillung des Sturmes“:

35 Und am Abend desselben Tages sprach er zu ihnen: Lasst uns hinüberfahren. 36 Und sie ließen das Volk gehen und nahmen ihn mit, wie er im Boot war, und es waren noch andere Boote bei ihm. 37 Und es erhob sich ein großer Windwirbel und die Wellen schlugen in das Boot, sodass das Boot schon voll wurde. 38 Und er war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen? 39 Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich und es entstand eine große Stille. 40 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben? 41 Sie aber fürchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der? Auch Wind und Meer sind ihm gehorsam!

Liebe Gemeinde! „Lasst uns ans andere Ufer hinüberfahren!“ Mit dieser Aufforderung beginnt die berühmte Ge-schichte. Jesus möchte im wahrsten Sinn des Wortes „zu neuen Ufern aufbrechen“.

Pfarrer Hartmut Klausfelder