Hier finden Sie einige unserer letzten Predigten und Texte zum Nachlesen. Die Rechte liegen hierbei immer beim jeweiligen Autor (jeweils unter dem Text angegeben).
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Sein sanftes Weh’n
kannst du nicht seh’n,
doch er hat Kraft,
die Großes schafft.
Der Heil’ge Geist
kommt allermeist
so, wie der Wind:
Der Wind, das himmlische Kind.

Wie schön es wär,
man ungefähr
den Zeitpunkt wüsst,
nicht warten müsst ….
Du zwingst es nicht,
das Himmelslicht.
Drum warte still:
Er weht, wo immer er will.

Vertrau darauf:
Gott lenkt den Lauf
der Welt sehr gut.
Das, was er tut,
ist wunderbar,
steckt ganz und gar
voll Energie:
Sein Geist verlässt dich nie.

Hartmut Klausfelder

Liebe Gemeinde!

Mit dem heutigen Sonntag „Invokavit“ hat also die Passionszeit begonnen. In den sieben Wochen vor Ostern bereiten wir uns auf den absoluten Höhepunkt des Kirchenjah-res und auf den Höhepunkt unseres Glaubens vor: Jesus leidet stirbt am Kreuz, - und damit erlöst er unsere Welt von der Gottverlassenheit.

Zugegeben: Gefühlt hat die Passionszeit heuer bereits 10 Tage früher begonnen, mit dem Krieg in der Ukraine, der sich gewissermaßen vor unserer Haustüre abspielt und der auf jedem Fernseher, jedem Tablet und Handy allgegenwärtig ist.

Die Rede ist überall von einer „Zeitenwende“. Das mag politisch sicherlich zutreffen, wobei ich sagen muss: Vor zwei Jahren, mit Beginn der Corona-Pandemie, hat man auch schon gesagt, dass die Welt nicht mehr so sein wird, wie vorher. Seit Jahren stehen bereits die Zeichen auf Veränderung. Und unter dieser Veränderung leiden wir, weil diese Veränderung kaum etwas Gutes, dafür aber viel Leid und Tod über die Menschheit bringt. Und wir leiden mit. Passionszeit. Bei uns ist der Krieg zwar noch nicht angekommen, aber auch wir werden mit steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen, mit Lieferengpässen und neuen Flüchtlingsströmen unsere Komfortzone verlassen müssen. Diese Entwicklung wird auch weiter unsere Kirche treffen. Denn, wenn das Geld knapper wird, werden sich noch mehr Menschen die Kirchensteuer sparen und aus der Kirche austreten. Es sind keine guten Zeiten, und sie werden noch viel Leid über die Menschheit bringen. Passionszeit.

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Der Mensch denkt,
doch Gott lenkt
dich immer wieder hin zum Ziel.
Da kannst du Pläne schmieden viel,
Dein Weg in seinen Händen ruht.
Vertraue ihm! Er macht es gut.

An diese Weisheit musst ich denken,
als ich grad wollt mein Auto lenken.
Mein neues Auto ist modern.
Elektrisch fährt’s, - das hab ich gern.
Und viele Extras findet man.
Toll, was so ein Fahrzeug alles kann.

Eins dieser Extras mancher kennt,
nennt sich „Spurhalte-Assistent“.
Fühlst dich am Lenkrad völlig fit, -
Da ist noch jemand, der lenkt mit.
Die unsichtbare Korrektur,
sie hilft, kommst du mal aus der Spur.

Hartmut Klausfelder

43Am nächsten Tag wollte Jesus nach Galiläa aufbrechen. Da traf er Philippus. Jesus sagt zu ihm: »Folge mir!« 44Philippus kam aus Betsaida, das ist die Stadt, aus der auch Andreas und Petrus stammten. 45Philippus sucht Natanael auf und sagt zu ihm: »Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz geschrieben hat und den die Propheten angekündigt haben. Es ist Jesus, der Sohn Josefs. Er kommt aus Nazaret.« 46Da fragte ihn Natanael: »Kann aus Nazaret etwas Gutes kommen?« Philippus antwortete: »Komm und sieh selbst!« 47Als Jesus Natanael zu sich kommen sah, sagte er über ihn: »Das ist ein wahrer Israelit: ein durch und durch aufrichtiger Mann!« 48Da fragte ihn Natanael: »Woher kennst du mich?« Jesus antwortete: »Noch bevor Philippus dich rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen.« 49Natanael erwiderte: »Rabbi, du bist der Sohn Gottes. Du bist der König Israels!« 50Jesus antwortete: »Glaubst du das, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum gesehen habe? Du wirst noch viel größere Dinge zu sehen bekommen!« 51Und er sagte zu ihm: »Amen, amen, das sage ich euch: Ihr werdet den Himmel offen sehen. Und die Engel Gotteswerden vom Menschensohn zum Himmel hinaufsteigen und von dort wieder zu ihm herabsteigen!« (Johannes 1,43-51)

Liebe Gemeinde! Ich habe den Wirbenzer und Immenreuther Kir-chenvorständen in unserer letzten Sitzung eine „Panorama-Predigt“ versprochen. Dieses Verspre-chen möchte ich heute einlösen. Außerdem liegt natürlich nahe, an der Burgruine Waldeck mit ih-rem herrlichen Rundumblick das „Panorama“ zum Predigtthema zu machen.

Dazu ist es natürlich hilfreich, wenn man sich als erstes überlegt: Was bedeutet denn eigentlich der Begriff „Panorama“? Panorama leitet sich aus zwei altgriechischen Wörtern her:

Pan = alles

horan = sehen

panhorao = Ich sehe alles.

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Liebe Gemeinde!

Den Predigttext für den heutigen Pfingstgottesdienst kennen Sie alle. Es handelt sich um die legendäre Geschichte vom „Turmbau zu Babel“. Mit solchen bekannten Geschichten ist das immer so eine Sache: Man kennt nicht nur den Inhalt, man hat in der Regel auch seine feste Meinung über den Sinn und die Aussage, die diese Geschichte für uns besitzt. Mit anderen Worten: Jeder und jede hat den Text für sich schon interpretiert, bevor er oder sie ihn richtig hört. Beim „Turmbau zu Babel“, so die geläufige Auslegung, handelt es sich um ein Gleichnis auf die anmaßende Selbstüberschätzung des Menschen. Der Mensch will sein wie Gott. Das führt dazu, dass nicht nur die sprichwörtlichen Bäume, sondern auch die Türme, die der Mensch baut, in den Himmel wachsen. Diese Anmaßung bestraft Gott, indem er die Menschen mit verschiedenen Sprachen verwirrt und in alle Winde zerstreut. So entstehen die verschiedenen Kulturen und Völker. Die Verschiedenheit und das mangelnde Verständnis der Völker ist also Ausdruck der Strafe Gottes für menschliche Anmaßung. An Pfingsten nun wird durch ein Sprachenwunder diese Verschiedenheit geheilt und überwunden. Der Heilige Geist heilt die Wunde, die durch den Turmbau zu Urzeiten geschlagen wurde.

Soweit die gängige Interpretation eines „Klassikers“ aus der Bibel. Ich möchte heute den Versuch unternehmen, die Geschichte vom „Turmbau zu Babel“ aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten: Welchen Sinn hat diese Erzählung, wenn die Vielfalt von Sprachen und Kulturen nicht Bestrafung wäre, sondern genau das Gegenteil: Befreiung und Segen? Was wäre, wenn diese Geschichte aus der Urzeit ein Teil in Gottes Plan zum Heil ist und nicht eine kurzfristige Notmaßnahme, weil es die Menschen zu wild treiben. Hören wir an dieser Stelle auf die bekannten Worte aus dem 1. Buch Mose, im 11. Kapitel, die Erzählung vom Turmbau zu Babel:

„Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. Als sie nun nach Osten zogen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst. Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! – und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder. Da fuhr der HERR hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten. Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe! So zerstreute sie der HERR von dort in alle Länder, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen. Daher heißt ihr Name Babel, weil der HERR daselbst verwirrt hat aller Länder Sprache und sie von dort zerstreut hat in alle Länder.“

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Liebe Gemeinde!

Unsere Kirche wird kleiner, - ganz gleich, ob man jetzt auf die evangelische oder auf unsere katholische Nachbarkirche schaut. Die christliche Kirche ist nicht tot – und auch nicht gesellschaftlich irrelevant. Darüber mache ich mir keine Sorgen. Aber wir werden kleiner. Die gleichbleibend hohen Zahlen der Kirchenaustritte, die erst in der zurückliegenden Woche wieder bekanntgegeben wurden, zeigen das ganz deutlich. Dabei wird zwar vergessen, dass eine nicht unerhebliche Zahl an Menschen auch wieder in die Kirche eintritt. Hinzu kommen vereinzelt Taufen von Erwachsenen. Aber diese Eintritte können nicht annähernd mit den Zahlen derer mithalten, die unserer Kirche den Rücken kehren. Unsere Kirche wird kleiner. Das ist kein Grund für Panikattacken. Aber dieser Realität müssen wir ins Auge schauen.

In diesem Zusammenhang gewinnt das Thema „Mission“ wieder neu Bedeutung. Mission findet längst nicht mehr nur in Afrika, im Fernen Osten oder in Papua-Neuguinea statt. Mission ist eine Aufgabe, die vor unserer Haustür beginnt. Von daher schadet es nicht, wenn wir uns alle zum Thema „Mission“ Anregungen aus der Bibel holen. Wenn von christlicher Mission die Rede ist, kommt man natürlich nicht an der Person des Apostels Paulus vorbei. Paulus, - das ist die Figur des christlichen Missionars schlechthin. Ohne Paulus wäre das Christentum wohl nie so schnell und nachhaltig nach Europa gekommen. Ohne Paulus wäre der Glaube an Jesus Christus vielleicht nie zu einer Weltreligion geworden. Also, lasst uns sehen, wie der Apostel Paulus das gemacht hat, und, was das Rezept seines Erfolges war. Im Predigttext für den Sonntag Jubilate befindet sich Paulus gerade auf seiner zweiten Missionsreise. Auf dieser Reise legt der Apostel unter anderem einen kurzen „Zwischenstopp“ in Athen ein.

Pfarrer Hartmut Klausfelder
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