+++ Achtung !!! Der Gottesdienst in Frankenberg am Sonntag, 15. März, um 10.30 Uhr entfällt. Wir bitten um Verständnis.   +++

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Liebe Gemeinde!

Dass wir derzeit in stürmischen Zeiten leben, das wird wohl niemand ernsthaft bestreiten, - wobei sich der Begriff „stürmisch“ aktuell weniger auf das Wetter bei uns bezieht. Aber im Blick auf die weltpolitische Lage und auf die Probleme und Herausforderungen in unserem Land, da wirbelt im Moment schon vieles wild durcheinander, natürlich angefacht von einem Bundestagswahlkampf, der sich wie in einem Zeitraffer abspielt. Die Wahlen mussten ja vorgezogen werden. Demensprechend wild, aufgeregt und extrem zugespitzt wird derzeit diskutiert, kritisiert, polarisiert und werden Anträge gestellt.

Unserer Kirche bläst schon seit einiger Zeit ein stürmischer Wind ins Gesicht, angefacht durch die beängstigende Zahl an Kirchenaustritten und durch abfällige, manchmal durch regelrechte Hasskommentare in sozialen Netzwerken. Manchen wäre es wirklich am liebsten, unsere Kirchen würden sich einfach in Luft auflösen, weil sie ja sowieso niemand braucht. Generell gilt: Das Klima in unserer Gesellschaft ist sehr rauh und an vielen Stellen kalt geworden.

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Ohne Weihnachten wäre der Winter leer,
die langen Nächte wögen schwer!

Ohne Lichter- und Kerzenglanz,
bedrückte uns die Dunkelheit ganz.

Ohne Grün und Tannenduft,
läge kein Sehnen in der Luft!

Ohne des Glitzers Glänzen
würden wir keine Wohnung bekränzen.

Ohne Weihnachten läg kein leckerer Plätzchenduft
in jeder Wohnung in der Luft.

Hartmut Klausfelder

Ich steh an deiner Krippen hier
und hätt so viel zu sagen.
Die rechten Worte fehlen mir,
zu schildern meine Plagen.
Dein Anblick, Jesus, macht mir Mut,
mich dir zu öffnen, das tut gut,
denn du wirst mich verstehen.

Hartmut Klausfelder

Liebe Gemeinde!

Die Worte, die heute als Predigttext vorgesehen sind, sie gehören zu den größten Zumutungen, die uns in der Bibel begegnen. Was wir im Matthäusevangelium lesen, ist für uns unerträglich. Und doch sind die Worte, die Jesus spricht, absolut notwendig. Eine Zumutung - unerträglich und notwendig zugleich. Wir lesen davon in der so genannten „Bergpredigt“ Jesus steigt auf einen Berg. Dort setzt er sich. Im Sitzen, wie das damals üblich war, predigt Jesus zu seinen Jüngern - und wahrscheinlich zu anderen Menschen. Die Bergpredigt gehört zu den bekanntesten Stücken der Bibel. Aber nicht alles, was Jesus sagt, ist leicht zu verdauen. Zum Beispiel seine Worte über die Vergeltung und die Feindesliebe.

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Liebe Gemeinde!

Schreibt Ihr gerne Briefe?

Ich rede jetzt nicht von einer E-Mail, schon gar nicht von einer WhatsApp oder Signal-Nachricht, die man schnell mal in den Computer oder auf dem Handy tippt. Nein, ich meine richtige Briefe, die ganz „Old School“, also nach alter Schule, von Hand auf Papier geschrieben und in den Briefkasten geworfen werden. Die Älteren unter Euch machen das vielleicht noch regelmäßig, die jüngeren Erwachsenen oder die Konfirmandinnen und Konfirmanden wahrscheinlich wenig bis gar nicht, oder? Briefe schreiben, mit Hand auf Papier, das hat heutzutage fast schon etwas Antikes, es ist außergewöhnlich. Dementsprechend empfinde ich es schon als besondere Ehre, wenn mir jemand einen Brief oder wenigstens eine Karte per Post schickt.

Meine beiden großen Kinder machen das übrigens seit Jahren, wenn sie in den Urlaub fahren. Natürlich tauschen auch wir What’s Apps und Fotos aus dem Urlaub aus. Aber Michael und Barbara schicken uns regelmäßig aus dem Urlaub eine Postkarte, von Hand geschrieben, die manchmal erst bei uns ankommt, wenn die Kinder längst wieder zuhause sind. Aber das ist egal. Darauf kommt es nicht an. Es kommt darauf an, dass wir unseren Kindern so wichtig sind, dass sie uns so wertschätzen. Sie kaufen extra für uns eine Karte, besorgen sich eine passende Briefmarke, was heutzutage in manchen Urlaubsregionen gar nicht mehr so einfach ist, setzen sich hin und schreiben einen lieben Urlaubsgruß von Hand und suchen dann, heutzutage ebenfalls keine leichte Sache mehr, einen Briefkasten, um den Brief abzuschicken. Meine Frau und ich freuen sich richtig über jede Karte, obwohl dieses Kommunikationsmittel gar nicht mehr zeitgemäß wirkt. Aber hier geht es um etwas anderes: Jemand macht sich richtig Mühe wegen uns. Ich schäme mich fast ein wenig, dass wir unseren Kindern keine Postkarte händisch aus dem Urlaub schicken. Zeit dazu hätten wir in diesem Jahr wirklich gehabt ….

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Liebe Gemeinde!

In meiner Familie bin ich dafür berüchtigt bei allen möglichen Gelegenheiten flache Witze zum Besten zu geben. Ich traue mich, meine Predigt heute auch mit einem nicht sehr tiefsinnigen Witz zu beginnen. Ich hoffe, Sie nehmen mir das nicht übel. Aber ich finde, der Witz ist trotzdem ein guter Einstieg in das heutige Predigtthema. Hören Sie die Episode von den zwei Spatzen und dem großen Eisenvogel:

„Sitzen zwei Spatzen auf einem Dach. Über ihnen fliegt gerade ein Düsenjet vorbei. Sagt der eine Spatz: Der hat es aber eilig.“ Darauf der andere Spatz: „Ja klar, wenn dir so der Hintern brennt.“

Der Witz ist ein humorvoller, augenzwinkernder Einstieg in eine wichtige Lebensfrage: „Was treibt uns an?“ Was motiviert uns, dass wir ins Handeln kommen, dass wir etwas tun? Was sorgt dafür, dass wir nicht nur passiv bleiben, sondern aktiv werden? Was treibt uns an? Dieser Frage möchte ich die heutige Predigt widmen, und zwar speziell aus christlicher Sicht: Was treibt uns als Christinnen und Christen an? Eine Antwort darauf finden wir in dem Predigttext, der für den heutigen Sonntag vorgesehen ist. Der Apostel Paulus schreibt im Brief an die Römer im 8. Kapitel folgendes:

„Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.“

Pfarrer Hartmut Klausfelder
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