Liebe Gemeinde!
Dass wir derzeit in stürmischen Zeiten leben, das wird wohl niemand ernsthaft bestreiten, - wobei sich der Begriff „stürmisch“ aktuell weniger auf das Wetter bei uns bezieht. Aber im Blick auf die weltpolitische Lage und auf die Probleme und Herausforderungen in unserem Land, da wirbelt im Moment schon vieles wild durcheinander, natürlich angefacht von einem Bundestagswahlkampf, der sich wie in einem Zeitraffer abspielt. Die Wahlen mussten ja vorgezogen werden. Demensprechend wild, aufgeregt und extrem zugespitzt wird derzeit diskutiert, kritisiert, polarisiert und werden Anträge gestellt.
Unserer Kirche bläst schon seit einiger Zeit ein stürmischer Wind ins Gesicht, angefacht durch die beängstigende Zahl an Kirchenaustritten und durch abfällige, manchmal durch regelrechte Hasskommentare in sozialen Netzwerken. Manchen wäre es wirklich am liebsten, unsere Kirchen würden sich einfach in Luft auflösen, weil sie ja sowieso niemand braucht. Generell gilt: Das Klima in unserer Gesellschaft ist sehr rauh und an vielen Stellen kalt geworden.