Für die Mitglieder des neu gewählten Stadtrates von Neustadt am Kulm begann die neue Amtsperiode mit einem besonderen Zeichen: Am vergangenen Dienstagabend fand vor der ersten konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrates in der Dreieinigkeitskirche Neustadt am Kulm ein ökumenischer Gottesdienst statt, in dem um Gottes Segen für das Gremium gebeten wurde. Gemeinsam gestalteten Pfarrer Hartmut Klausfelder der evangelischen Kirchengemeinde Neustadt am Kulm und Pfarrer Sven Grillmeier von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Kirchenlaibach-Mockersdorf den festlichen Gottesdienst.

Beide Geistliche zeigten sich sehr erfreut darüber, dass dieser Gottesdienst ausdrücklich vom Stadtrat selbst gewünscht worden war und der neue Bürgermeister mit diesem Anliegen auf die Pfarrer zukam. Dies sei ein schönes Zeichen dafür, dass Verantwortung für die Stadt nicht nur politisch verstanden werde, sondern auch im Vertrauen auf Gott und im Bewusstsein für Gemeinschaft, Werte und Zusammenhalt.

In seiner Begrüßung griff Pfarrer Hartmut Klausfelder die diesjährige Jahreslosung auf: „Siehe, ich mache alles neu!“ aus Offenbarung 21,5. Er stellte dabei die Verbindung zum neu gewählten Stadtrat her. Auf die Mitglieder des Gremiums warteten neue Aufgaben und Herausforderungen, zugleich gebe es auch einige neue Gesichter im Stadtrat. Die Jahreslosung könne dabei Mut machen, diesen neuen Weg gemeinsam mit Gott offen, zuversichtlich und engagiert zu gehen.

Die Predigt hielt Pfarrer Sven Grillmeier. Dabei stellte er die Frage, was man einem neu gewählten Stadtrat eigentlich wünschen könne. Sein wichtigster Wunsch galt der Einigkeit. Natürlich dürfe und müsse im Sitzungssaal auch einmal kontrovers diskutiert werden. Unterschiedliche Meinungen gehörten zu einer lebendigen Demokratie dazu. Entscheidend sei aber, dass man nach außen gemeinsam auftrete. „Wenn man den Sitzungssaal verlässt, muss man mit einer Stimme reden“, betonte Grillmeier. Ebenso wünschte er dem neuen Gremium, dass alle gemeinsam „an einem Strang ziehen“. Der Wahlkampf sei spätestens jetzt vorbei, nun gehe es darum, gemeinsam Verantwortung für Neustadt am Kulm und alle seine Ortsteile zu übernehmen.

In den Fürbitten brachten die beiden Pfarrer schließlich die Anliegen der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger vor Gott. Dabei baten sie um Einigkeit und ein gutes Miteinander im Stadtrat, um Weisheit und die richtigen Worte für den Bürgermeister sowie um Gottes Schutz für die Stadt. Ebenso schlossen sie die Vereine der Stadt in ihre Gebete ein, damit dort auch künftig junge Menschen mit Freude Verantwortung übernehmen. Für die Bürgerinnen und Bürger wurde gebetet, dass Neustadt am Kulm für sie ein lebens- und liebenswerter Heimatort bleibt.

Neben den Mitgliedern des neuen Stadtrates nahmen auch zahlreiche Familienangehörige, Gemeindeglieder sowie Mitglieder des Kirchenvorstandes Neustadt am Kulm am Gottesdienst teil. So wurde der Abend zu einem sichtbaren Zeichen der Verbundenheit zwischen Stadt, Kirche und Bürgerschaft.