+++ Beachtet unsere Advent-Aktion +++ Hier finden Sie besinnliche Texte oder die Predigt vom letzten Sonntag zum Nachlesen. +++
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Der 31. Oktober wird heutzutage, vor Allem bei den Kindern und Jugendlichen, mit Halloween verbunden. Dies hat nicht nur mit den in der Gegend ansässigen Amerikanern und dem Handel zu tun, sondern ist zum Zeitgeist geworden. Dabei ist dieses Datum eigentlich durch einen christlichen Feiertag besetzt; dem Reformationsfest.

Evangelische Christen gedenken an diesem Tag der Ursprünge ihrer Konfession. Im Jahr 1517 hatte Martin Luther am 31. Oktober in Wittenberg seine 95 Thesen an die Kirchentür genagelt. Er wollte damit zum Nachdenken über einige Missstände der damaligen Katholischen Kirchenpraxis hinweisen. Seine Thesen sollten Gegenstand zur Diskussion sein. Eine Spaltung der Kirche wollte er nicht!

Zur Zeit Luthers waren die Gläubigen von großer Angst getrieben. Sie fürchteten nicht genug gottgefällig zu leben und hatten Angst, nach dem Tode im Fegefeuer zu enden. Die Katholischen Kirchenoberen befeuerten diesen Gedanken und boten einen Ausweg an, den Ablassbrief. Dieser war nur gegen Geld zu haben. Mit dem Ablass konnte sich jeder Sünder von seiner Strafe, dem Fegefeuer, freikaufen.
Durch den Ablasshandel wurden enorme Geldsummen aus ganz Europa nach Rom geleitet. Damit finanzierten die Päpste den Bau des Petersdoms in Rom.

Christine und Werner Rupprecht
Andreas Walter

Sie kamen zu Fuß, per Auto oder mit dem Rad. Alle fühlten sich von der Einladung der Posaunenchöre aus der Kulmregion angezogen. Bei herrlichem Sonnenschein, blauem Himmel und schöner Fernsicht verteilten sich circa 250 Gäste auf der Wiese vor der Fassade der Wallfahrtskapelle St. Barbara auf dem Barbaraberg bei Speinshart.

Diese wurde am 26. August 1756 durch den Regensburger Weihbischof Freiherrn von Stingelheim geweiht. Er stiftete auch die Reliquie der heiligen Barbara. Seit dem Mittelalter pilgern die Gläubigen dort hin. Leider fiel die Kirche 1912 einem Brand zum Opfer, der durch Blitzschlag ausgelöst wurde. Die Ruinen wurden leider nicht mehr aufgebaut. Doch der kleine Kapellenraum und die schöne Fassade, die im Stil des Rokokos erbaut wurde, ist noch erhalten.

Sie bildete am Sonntag einen würdigen Rahmen für die musikalische Abendandacht der vereinigten Posaunenchöre der Kulmregion. Musiker/innen aus den Chören von Wirbenz/Immenreuth/Kemnath, Frankenberg, Neustadt am Kulm und Speichersdorf musizierten zur Ehre Gottes.

Christine und Werner Rupprecht

Die Berggottesdienste im Sommer erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Bei niedrigen Inzidenzwerten konnte der Berggottesdienst mit der schönsten Aussicht wieder auf der Burgruine Waldeck angeboten werden.

Im warmen Sonnenschein und bei einer lauen Brise saßen die Gläubigen mit genügend Abstand auf bereitgestellten Stühlen oder den Felsen ringsherum. Ausgestaltet wurde der Gottesdienst vom Bläserensemble des Wirbenzer Posaunenchores unter der Leitung von Susi Kropf, sowie vom Kirchenchor aus Wirbenz unter der Leitung von Gertraud Burkhardt. Für die Kinder wurde ein separater Kindergottesdienst angeboten.

Pfarrerin Kathrin Spieß erbat in ihrer Begrüßung ebenso, wie der Posaunenchor in seinem ersten Lied „Komm heil´ger Geist“ und dankte den Gottesdienstbesuchern wie im Liedtext „Kommt herbei, singt dem Herrn“. Im Psalmgebet ging Gabriele Scherl auf das Vertrauen in Gott und seine Fürsorge ein. Im Psalm 36 wurde die Schönheit der von Gott geschaffenen Welt gepriesen und auf seine Liebe hingewiesen, mit der er für seine Kinder sorgt.

Pfarrer Kühn aus Speichersdorf überlegte im Kyrie, wie gefangen die Menschen in ihrem Alltagstrott oft sind, wie Sorgen und Probleme einengen. Doch Gott hilft aus dem Tief heraus. Im Gespräch mit Gott könne man erkennen, was man tun könne. Gott komme zu Hilfe. So eröffnen sich neue Perspektiven und man könne auch bei sich vor Ort etwas bewirken und zum Guten wenden. Er gab auch zu bedenken, welch großes Leid, Ungerechtigkeit und Elend es auf der Welt gibt. „Das lässt mich nicht kalt!“, betonte er. Es sollte nicht hingenommen werden, nur weil es weit weg passiert. Im Gebet bat er: „Wir bitten dich, Gott, komm uns zu Hilfe. Berühre uns mit deiner Wärme und überwinde unsere Gleichgültigkeit.“

Im Evangelium wurde von Natanael und Jesus erzählt. Natanael erkannte in Jesus nicht gleich den angekündigten Messias, fand aber zum Glauben.
Mit einem gesungenen Glaubensbekenntnis wurde auf die Predigt übergeleitet.

Pfarrer Hartmut Klausfelder legte darin den Begriff Panorama (übersetzt aus dem Griechischen: ich sehe alles) in vielfältiger Weise aus. Das könne nirgends leichter fallen, als auf dem Waldecker Burghügel, wovon in alle Richtungen ein grandioser Weitblick möglich ist, betonte der Geistliche. Man könne alles sehen, so wie Gott, der für jeden Menschen einen Plan hat und mit Weitblick gestaltet. Die zehn Gebote sollen dem Zusammenleben der Menschen helfen. Trotzdem dürfe man das Leben in voller Bandbreite genießen. Klausfelder erklärte dies so: „Ich bin der festen Überzeugung: Wenn wir den Glauben wirklich ernst nehmen, dann bekommen wir einen weiteren Blick, dann haben wir mehr Panorama als vorher. Wer glaubt, der sieht mehr. Wer glaubt, der erkennt vor allem die Zusammenhänge!“
Er sinnierte anschließend über mehrere Beispiele, die ein erfülltes Leben ermöglichen. Er nannte Geld, das Vieles ermöglicht. Hier kam ein Protestruf aus dem Publikum, der das laut und deutlich verneinte. Doch er war schnell versöhnt, als Klausfelder warnte, dass Geld aber dazu führen könnte, dass man blind dem oberflächlichem Luxus hinterherjagt. Das zweite Beispiel sei die Spaßgesellschaft. Spaß und Frohsinn seien erst einmal gut, doch sie dürfen nicht dazu führen, dass man in einer Illusion lebt und den Blick für das wahre Leben verliert.

Man müsse aufpassen, dass nicht oberflächliche Ziele wie Geld und Spaßgesellschaft die Oberhand gewännen. Der Blick auf das Wesentliche und das Miteinander, sowie der Blick auf Jesus dürfe nicht verstellt oder verdrängt werden. Die Weite des Glaubens richtet sich auf Jesus und das ewige Leben bei ihm aus.

Der Besucher, der aktiv mitreden wollte, bestätigte dies zusammenfassend: „Danken, Lachen und Lieben machen glücklich!“ Dem stimmte Klausfelder zu und rief voller Überzeugung auf: „In diesem Sinne, liebe Gemeinde, lade ich Sie ein. Kommen Sie und erleben Sie die wunderbare Weite des Glaubens an Jesus Christus. Er bietet uns ein Panorama, wie wir es noch nie gesehen haben. Wie sagt Jesus: „Ihr werdet den Himmel offen sehen – und die Engel Gottes herauf- und herabfahren über dem Menschensohn.“ Was für ein Panorama!“

In den Fürbitten dachte das geistliche Quartett an die Sehnsucht nach Freiheit und Erholung, nach Sicherheit und Trost und nach Frieden und eine bessere Welt. Sie baten um Schutz für die Reisenden und um Unterstützung und Segen für die Flutopfer und für die Menschen auf der ganzen Welt.

Am Ende der Andachten zogen die Kinder unter der Leitung von Gerlinde Nerlich in den „Gottesdienst der Großen“ ein.
Sie brachten einen Baum mit, der mit vielen guten Gedanken bestückt war. Es waren Liebesgebote für die Menschen. Die Kinder hatten bedacht, dass ein Baum ohne Wurzeln nicht bestehen kann. Gott gibt den Menschen Halt, wie die Wurzeln dem Baum. Ohne Gebote ist ein gutes Miteinander zwischen den Menschen nicht möglich, ohne Gebote brechen die Menschen und gehen kaputt, wie ein Baum im zu starken Sturm. In den Geboten müssen die Menschen lernen und sich biegen zum Besseren hin.
Am Ende riefen die Kinder zum Applaus für Gott auf, der alles so wunderbar gemacht hat. Dem Aufruf kamen die Gäste gerne nach!

Christine und Werner Rupprecht

Nach langer, pandemiebedingter Pause laden die evangelischen Kirchengemeinden der Kulmregion Wirbenz, Speichersdorf, Neustadt am Kulm, Eschenbach und Grafenwöhr zu einem gemeinsamen Freiluft-Gottesdienst ein: Gefeiert wird der Gottesdienst am Sonntag, den 25. Juli, um 10.00 Uhr, auf der Burgruine Waldeck.

Für alle, die den Weg vom Parkplatz zur Burgruine nicht selbst gehen können, gibt es einen Shuttle-Service.

Musikalisch ausgestaltet wird die Feier auf der Burgruine vom Posaunenchor Wirbenz unter der Leitung von Susi Kropf, sowie vom Wirbenzer Kirchenchor unter der Leitung von Gertraud Burkhardt. Pfarrerin Kathrin Spies (Wirbenz/Kemnath), Pfarrer Hartmut Klausfelder (Neustadt am Kulm), Pfarrer Hannes Kühn (Speichersdorf), sowie Lektorin Birgit Drechsler (Eschenbach) sind für Liturgie und für die „Panorama-Predigt“ zuständig.

Parallel zur Feier der Erwachsenen bietet das Team um Gerlinde Nerlich auf dem zweiten Burghof einen Kindergottesdienst an.

Im Anschluss an den Gottesdienst können an einem Verkaufsstand der Kirchengemeinde Wirbenz Fair-Trade-Artikel gekauft werden. Es schadet also nicht, eine Tasche oder einen kleinen Rucksack dabei zu haben. Der Gottesdienst an der Burgruine findet bei (fast) jedem Wetter statt.

Bitte beachten Sie, dass an diesem Sonntag in den evangelischen Kirchen der Kulmregion keine weiteren Gottesdienst angeboten werden.

 

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Der Kindergottesdienst-Wanderweg „KiGo To Go“ geht in die dritte Runde: Der mit Pfeilen markierte Weg beginnt dieses Mal mitten auf dem Marktplatz von Neustadt am Kulm, neben dem Bushäuschen, beschreibt einen kleinen Bogen durch Felder und Wiesen südlich der Kulmstadt und endet in der Dreieinigkeitskirche.

Das Thema ist natürlich passend zur Weihnachtszeit gestaltet. Mehr wird nicht verraten. Lasst euch überraschen!

 

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Speinshart ist für seine Klosterkirche bekannt. Es gibt aber noch ein weiteres Kleinod in der Region. Das ist die Dreieinigkeitskirche in Neustadt am Kulm.

Nur wenige Menschen wussten bisher, dass diese schöne Kirche zu den Markgrafenkirchen gehört. Seit kurzem weist ein Schild neben der Eingangstüre darauf hin. Am Tag der Markgrafenkirchen (Erntedanksonntag) konnte man mehr darüber erfahren. Denn die Kirchengemeinde bot am Vormittag und nachmittags zwei Führungen in der Kirche an. Frau Käthe Pühl, sehr versiert in Stadt- und Kirchengeschichte, erklärte die Besonderheiten der Neustädter Kirche. Die Kirche hat, wie alle umliegenden Orte, eine bewegte Geschichte hinter sich. Nach der Reformation durch Luther sah sich das Volk überall zwischen dem katholischen und dem evangelischen Glauben hin und her geschoben. Es hatte sich der religiösen Überzeugung seines Landesherren anzupassen. Während die nördliche Oberpfalz bei der Gegenreformation überwiegend wieder katholisch wurde, blieb Neustadt am Kulm bis heute ununterbrochen evangelisch.

Christine und Werner Rupprecht

Die ökumenische Radtour der Evang. Kirchengemeinde Neustadt am Kulm führte die Teilnehmer über Mockersdorf, Reisach und Wolframshof nach Kastl.

Dort wurde im historischen Ortskern eine Pause eingelegt. Ortschronist Hans Walter erwartete die Radler neben dem Katholischen Pfarrhaus und führte sie in die historische Pfarrkirche St. Margaretha. Diese beeindruckte mit ihren rot-weißen Gewölbebändern dem Hauptaltar und weiteren drei Nebenaltären, wovon einer in der Seitenkapelle des Barons von Lindenfels, der adeligen Familie aus Wolframshof steht. Der sogenannte „Baronstuhl“ wurde von der Bevölkerung geachtet und nie besetzt.

Christine und Werner Rupprecht

Die evangelischen Kulmgemeinden feierten dieses Mal in Frankenberg im Festzelt des Geselligkeitsvereins „Hide Away“, der sein 45-Jähriges Bestehen am Kirwawochenende feierte.

Es ist bereits eine gerne wiederholte Tradition, dass die evangelischen Kulmgemeinden gemeinsam den Tag von Christi Himmelfahrt feiern. Normalerweise findet aus diesem Anlass ein Gottesdienst unter freiem Himmel am kleinen Kulm in Neustadt am Kulm statt.

In diesem Jahr traf man sich jedoch im Festzelt des Geselligkeitsvereins „Hide Away“ in Frankenberg, in dem eine Filialkirche der Neustädter Kirchengemeinde steht. Der Gottesdienst wurde von den vereinigten Posaunenchöre Neustadt am Kulm und Frankenberg, die Unterstützung von Bläsern aus Speichersdorf und Wirbenz erhalten hatten, festlich umrahmt. Sie standen unter der Leitung von Monika Klausfelder.

Christine und Werner Rupprecht

Der Gottesdienst an Christi Himmelfahrt für die Kulmregion findet heuer ausnahmsweise nicht am Kleinen Kulm statt, sondern in Frankenberg. Der Geselligkeitsverein „Hide Away“ feiert in diesem Jahr sein 45-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum soll nicht nur mit einem großen Fest begangen, sondern auch mit einem Gottesdienst gefeiert werden.

Der Festgottesdienst an Christi Himmelfahrt, 30. Mai, beginnt im Festzelt um 10.00 Uhr und steht unter dem Motto: „Highway To Heaven“ (Autobahn in den Himmel).

Pfarrer Hartmut Klausfelder

Als in einer kleinen Stadt am Rand der damals bekannten Welt am 31. Oktober die 95 Thesen veröffentlicht wurden, ahnte niemand von denen, die sie damals lasen, dass diese Gedanken über 500 Jahre später auf der ganzen Welt bekannt sein würden.

Der Reformationstag erinnert an die Bewegung, die in einer sich stark wandelnden Welt die bestehende Kirche reformieren wollte, die wieder nach den Ursprüngen gefragt hat, die die Botschaft von der rettenden Gnade und Liebe Gottes für die Menschen ihrer Zeit aufzuschließen suchte. Somit ist dieser Tag gleichzeitig auch eine Anfrage, wie wir heute als Christen leben, glauben und wirken wollen.

Gemeinsam mit lutherischen Christen aus Amerika werden die evangelischen Kirchengemeinden der Kulmregion diesen Tag mit einem Gottesdienst in der Netzaberg Chapel feiern, und zwar am 31.10.2018 um 19 Uhr. Als Deutsche müssen wir uns dazu aus Sicherheitsgründen anmelden. Wenn Sie also diesen Tag mitfeiern möchten, melden Sie sich bitte bis spätestens Freitag, 12. Oktober, im Pfarramt mit Ihrem Namen und Ihrer Personalausweisnummer an. Wir geben die Namen dann gesammelt weiter. Den Ausweis müssen Sie auch am 31.10. mitnehmen, um auf das Gelände der Kapelle zu kommen.

Die Kirchengemeinden Wirbenz und Neustadt am Kulm bieten einen Bustransfer an für die Fahrt nach Netzaberg und zurück. In Neustadt am Kulm fährt der Bus um 18.15 Uhr an der Bushaltestelle gegenüber der Raiffeisenbank ab. Die Kosten für die Nutzung des Busses betragen € 7,-- pro Person für Hin- und Rückfahrt. Für die Busfahrt ist baldmöglichst eine Voranmeldung im Pfarramt erforderlich.

Anne Utz, angepasst von Hartmut Klausfelder
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