Jedes Jahr am schulfreien Buß- und Bettag laden die Kindergottesdienstteams aus Neustadt am Kulm und Frankenberg zum Kinderbibeltag in die Kulmstadt ins evangelische Gemeindehaus ein. Insgesamt waren es 63 Kinder, welche in diesem Jahr der Einladung gefolgt waren. Sein Rekord in den letzten zehn Jahren. Die 14 Helfer mit der Unterstützung von vier Konfirmanden bereiteten den Kindern ein abwechslungsreiches Programm. Pfarrer Hartmut Klausfelder zeichnete für den Inhalt des Vormittages verantwortlich. Die organisatorische Leitung lag bei Andreas Walter.

Das Thema des diesjährigen Kinderbibeltages lautete „Jona - von Angst, Ärger und Wut“. Nachdem das Vorbereitungsteam bereits am Abend zuvor eine aufwändige Kulisse für das Anspiel zum Thema vorbereitet hatte, begann der Tag für die teilnehmenden Kinder um 9 Uhr. Die Mitarbeiterinnen gestalteten ein Theaterstück, in dem die Geschichte Jonas aus der Bibel erzählt wurde. Jona bekommt von Gott den Auftrag, zur Stadt Ninive zu gehen und die Menschen dort zurechtzuweisen, weil sie in Sünde leben. Als er diesem Wunsch nicht nachkommt und vor Gott fliehen will, wird er auf dem Meer von einem Fisch verschluckt, der ihn erst nach drei Tagen und drei Nächten wieder an Land spuckt.

Beim Kinderbibeltag mit von der Partie waren die beiden Handpuppen Max und Lisa. Andreas Walter und Marion Klausfelder liehen den Puppen, wie bereits in den Jahren zuvor, Hand und Stimme. In Kleingruppen vertieften die Kinder die erlebte Geschichte durch Spiele, Erzählungen, Basteln und gemeinsames Singen. Neben den Handpuppen Max und Lisa schaute auch immer wieder Pfarrer Hartmut Klausfelder bei den Kindern vorbei. Alle Kinder waren mit großem Eifer bei der Sache, als sie das Themenlied „Jona will nicht nach Ninive“ einstudierten.

Gegen Mittag ging es dann in die Stadtkirche. Dort durften die teilnehmenden Kinder schließlich auch dem Ende der Jona-Geschichte aus der Bibel beiwohnen. Jona ist verärgert darüber, dass Gott die Bewohner von Ninive verschont, nachdem sie ihren ausschweifenden Lebensstil nach der Warnung Jonas änderten. Gott macht Jona klar, dass jedes Leben wichtig ist und dass jeder Mensch – passend zur Bedeutung des Buß- und Bettages – eine zweite Chance verdient hat. Das Heilige Abendmahl rundete den Gottesdienst ab. Auch hier kam erneut das gelernte Themenlied zum Einsatz. Nach dem Gottesdienst und dem Segen ging es zurück ins Gemeindehaus, wo sich die Kinder die von Koch Günter Barthelmann zubereiteten Fischstäbchen und Mozarellasticks mit Kartoffelsalat schmecken ließen. Als Krönung gab es zur Nachspeise ein Eis.