Ein Gottesdienst im Freien ist immer etwas Besonderes. Ein Gottesdienst am Rauhen Kulm, in malerischer Umgebung erst recht. Das Kindergottesdienstteam und Pfarrer Hartmut Klausfelder hatten aber auch an die Kinder gedacht. „Auf dem Weg zu Gott“, zum Gottesdienstplatz an der Blockhütte des Rauhen Kulms, waren Buchstaben in den Bäumen aufgehängt, die es galt zu einem Lösungswort zusammenzufügen. Etwa 70 Personen waren der Einladung zum Gottesdienst inmitten der Natur gefolgt.

Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes hatten der Posaunenchor Neustadt am Kulm unter der Leitung von Karin Müller-Bayer und Christiane Bayer an der Gitarre übernommen. Die Gottesdienstbesucher genossen die Beiträge der Bläser; man hatte sehr lange darauf verzichten müssen.

Einläuten durften die Kinder den Gottesdienst mit Tischglocke und Klangschale.

Pfarrer Klausfelder widmete seine Ansprache erst der herrlichen Natur. Auch im Psalmgebet (Psalm 47), das Christine Rupprecht vortrug, wurde betont, wieviel Gott für die Menschen bereithält. Deshalb werden einst alle Menschen und alle Herrscher Gott gehorchen und es wird Friede sein und niemand mehr streiten.

Der Geistliche fragte Kinder und Erwachsene, was man denn zum Leben brauche.

„Mama und Papa“, „Familie“, „Freunde“, „Essen und Trinken“, „Gesundheit“ und die „Sonne – als Lebenselixier“ wurden genannt. Klausfelder vertiefte diese Gedanken mit einem Ausflug in das alte Ägypten, aus dem Mose die Israeliten aus der Sklaverei herausführte. Nach der Freude über die Freiheit herrschte im Volk Israel ein großes Durcheinander und eine Fülle von Meinungen. Die Menschen wussten nicht mehr, was richtig ist und was sie tun sollten. Sie hatten keinen Führer.

So stieg Mose auf den Berg Sinai und erhielt dort von Gott die zwei Gesetzestafeln mit den 10 Geboten.

„Sinai“ war auch das Lösungswort des Buchstabenrätsels. Der Berg Sinai war ein heiliger Berg, so wie der Rauhe Kulm eine Besonderheit in der Gegend darstellt. Auch die Gottesdienstbesucher waren zum Berg gekommen, um Gott nahe zu sein.

„Diese zehn Gebote sind auch heute noch gültig und hilfreich für das Zusammenleben zwischen den Menschen“, betonte Klausfelder. Er erklärte jedes Gebot und dessen Platz im Leben der Menschen. Evi Sloot trug den Text der Gebote jeweils vor und Pfarrer Klausfelder „übersetzte“ den Text noch ins Fränkische. Dies führte dazu, dass die Gottesdienstbesucher ganz genau und oft mit einem Schmunzeln hinhörten.

Im Fürbittengebet dankten Evi Sloot, Christine Rupprecht und Pfarrer Klausfelder Gott für das Licht der Sonne, für den Regen, die Pflanzen und Tiere. Dabei wurden die Menschen, die im Dunkeln stehen, nicht vergessen. Es wurde um sauberes Wasser für alle Menschen und Tiere gebeten und darum, die Pflanzen und Bäume zu achten und gut für die Tiere zu sorgen. Auch die zehn Gebote wurden einbezogen in den Wunsch überall in Frieden zusammenleben zu können.

Mit einem neuen Bewusstsein gingen die Gottesdienstbesucher und die zahlreichen Helfer in die neue Woche.