Am Sonntag wurden in Neustadt am Kulm zwei Mädchen und vier Jungen konfirmiert und dadurch zu „erwachsenen“ Mitgliedern in der Kirchengemeinde. Bei den Evangelischen Christen erneuern die Jugendlichen, in der Regel im vierzehnten Lebensjahr, das Taufgelübde, das Eltern und Paten für den Täufling gegeben haben und erneuern damit das Bündnis mit Gott. Wer konfirmiert ist, darf bei den kirchlichen Wahlen mit abstimmen und erste Ämter in der Gemeinde übernehmen.

Eine Konfirmation ist eine sehr feierliche Angelegenheit, die bereits am Samstag mit der Beichte beginnt. Nach einem Jahr Vorbereitungszeit und Unterricht erhielten die Konfirmanden am Sonntag dann das heilige Abendmahl und wurden eingesegnet.

Der Gottesdienst wurde von den vereinigten Posaunenchören Neustadt am Kulm und Frankenberg festlich umrahmt. An der Orgel begleitete in bewährter Weise Monika Brand den Gesang der Gemeinde.

Nach dem feierlichen Einzug der Konfirmanden und des Kirchenvorstandes dankte Pfarrer Klausfelder allen, die zum Gelingen dieses Gottesdienstes und Festes im Vorfeld und am Festtag beigetragen haben. Er betonte, dass die Konfirmation eine Angelegenheit der ganzen Kirchengemeinde sei und dankte neben vielen anderen insbesondere den Eltern, den Musikern und den Konfi-Teamern, allen voran Andreas Walter.

Die Aussage aus der Biblischen Lesung von Johannes 6,66-69 „Du hast Worte des ewigen Lebens“ zog sich durch den ganzen Gottesdienst. Pfarrer Klausfelder stellte in einer persönlichen Ansprache an jeden einzelnen Konfirmanden den gewählten Konfirmationsspruch in den Mittelpunkt und verband ihn mit den Stärken der betreffenden Person. Er machte deutlich, welche Worte der Sprüche für den einzelnen Konfirmanden wichtig waren und zur Auswahl geführt hatten.

Doch alle Konfirmationssprüche hatten etwas gemeinsam: „Diese Worte sind nicht nur etwas ganz Wertvolles, sie wirken auch nachhaltig und sind von Dauer, für alle Ewigkeit gewissermaßen.“, betonte Klausfelder. Die Worte sollen also ein ganzes Leben lang Segen und Halt zugleich sein!

Auch der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes Robert Gebhardt fand eindrückliche Worte. An die Konfirmanden gerichtet betonte er, dass sie nicht nur mit ihren Konfirmationssprüchen, sondern in der Bibel die Worte finden, die den Weg durch das Leben weisen können. „Wenn man den Weg sucht, benützt man heutzutage ein Navi. In Glaubensangelegenheiten heißt dieses Navi Gott. Es führt durch alle Höhen und Tiefen des Lebens und sollte immer wieder upgedatet werden.“, betonte Gebhardt.

Die Lieder der Gemeinde, unter Anderem „Geh unter der Gnade“, „Ich bin getauft auf deinen Namen“ und „Vertraut den neuen Wegen“ waren nicht nur Lieder mit schönen Melodien, sondern richteten mit ihren Worten Impulse und Appelle an die jungen Christen und die ganze Gemeinschaft der Gläubigen.