Vielleicht geht es Ihnen momentan genauso wie mir: Es reicht mit dem Winter! Auch wenn es in diesem Winter bei uns ja erst ziemlich spät zu schneien begonnen hat, kann ich dem Schnee und den kalten Temperaturen draußen jetzt nichts mehr abgewinnen (als ich diesen Text schrieb, schneite es gerade heftig draußen, vielleicht ist es ja mittlerweile schon wieder besser). Da lohnt es sich doch, nach vorne zu blicken, auf die Zeiten, in denen es wieder wärmer wird. Bald ist es wieder soweit und die Natur beginnt aufs Neue aufzublühen. Und da ist dann natürlich noch ein großes Ereignis im Frühjahr: Die Konfirmation. Lange dauert es nicht mehr und unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden haben ihr großes Fest.

Doch bis es so weit ist, gibt es noch einiges zu tun. Vor Kurzem haben wir uns im Konfirmandenunterricht ausgiebig mit den 10 Geboten beschäftigt. In diesem Rahmen fangen wir eigentlich immer etwas weitläufiger an: Was ist dir persönlich wichtig? Diese Frage stellten wir den Konfirmandinnen und Konfirmanden. Sie sollten sich erst für sich selbst Gedanken machen, welcher Wert ihnen am wichtigsten ist, welche beiden Werte ihnen am zweitwichtigsten sind, welche drei am drittwichtigsten und so weiter. Dadurch entstand eine sogenannte Wertepyramide.

Anschließend sollten sich die Konfirmanden erst in Zweiergruppen, dann in der gesamten Konfigruppe auf eine gemeinsame Pyramide einigen. Das diesjährige Ergebnis sehen Sie in den Bildern.

Wer sich diese Pyramide einmal genauer anschaut, der wird feststellen, dass diese heuer sehr „mächtig“ und kraftvoll ist: Ganz oben steht schon gleich die Gerechtigkeit. Dieser Wert ist den Konfirmanden am wichtigsten. Aber auch der Rest der Pyramide lässt darauf schließen, dass diesem Jahrgang die grundlegendsten Werte wichtig sind: Nach einiger Diskussion fanden zum Beispiel auch Frieden, Ehrlichkeit, Sicherheit und Verantwortung ihren Platz in der Auflistung.

Interessant finde ich, wie stark sich die Wertepyramiden immer von Jahrgang zu Jahrgang unterscheiden. Das spiegelt auch unsere Arbeit im Konfirmandenunterricht wieder. Den diesjährigen Jahrgang habe ich als eine sehr ruhige, aber trotzdem aufgeweckte und – wenn es nötig war – auch sehr fleißige Gruppe wahrgenommen. Auch das ist etwas wert! Der Fleiß zeigt sich unter anderem daran, dass – obwohl es im Konfiunterricht nur 5 Konfis waren – insgesamt über 12 Gemeindepraktika (z.B. im Kindergarten, im Seniorenkreis oder beim Kinderbibeltag) abgeleistet wurden! Das Angenehme in der Gruppe ließ Pfarrer Klausfelder und mir trotzdem immer wieder die Möglichkeit offen, die Sache auch einmal ruhiger anzugehen.

Doch die ruhigen Zeiten sind jetzt vorbei. Es wird Zeit, aus dem Winterschlaf zu erwachen, denn die Konfirmation rückt langsam aber sicher näher und es gibt noch einiges zu tun: Nach den Faschingsferien geht es an die Vorbereitungen für den Vorstellungsgottesdienst am Sonntag, den 7. April, um 10 Uhr. Und dann kommen schon die Osterferien, in denen alles für das anstehende Konfirmationswochenende am 27. und 28. April vorbereitet werden muss: Kirchputz, Stellprobe, Konfirmandenbeichte.

Deshalb kann man nun schon getrost sagen: Auf in den Endspurt! Nicht nur der Winter neigt sich nämlich dem Ende zu, sondern auch das Konfirmandenjahr. Als Abschluss werden wir in der Woche nach der Konfirmation natürlich wieder einen Ausflug unternehmen, denn: Das ist es uns wert!